St. Georgen

Altlasten verzögern den PE-Neubau

von Nadine Klossek

Baustellen – mal kleiner, mal größer – gibt es in der Bergstadt derzeit viele. Die wohl prominentesten drei finden sich entlang der B 33. Wie sieht es derzeit bei PE, EGT und Wahl aus? Eine Nachfrage zeigt: Nicht zum ersten Mal müssen die Eröffnungstermine angepasst werden.

S t. Georgen. Zwei Millionenprojekte, beide von bekannten Bauherren – und dann entstehen sie noch direkt nebeneinander. Die Neubauten der EGT und der Perpetuum-Ebner GmbH (PE) zu vergleichen, ist eigentlich angesichts der unterschiedlichen Baubeginne ungerecht – und doch bringt es die Lage unweigerlich mit sich. Während von der Bahnhofstraße kommend der EGT-Neubau in letzter Zeit rasant wächst, sind nach dem Abriss der alten PE-Gebäude auf der rechten Seite noch immer die Bagger am Boden beschäftigt.

Auf Nachfrage erklärt PE-Geschäftsführer Martin Friedrich, dass man tatsächlich dem Zeitplan hinterherhinkt. Das Problem: die Altlasten. "Wir sichern diese schon seit Jahrzehnten in dem Bereich in Abstimmung mit dem Landratsamt", sagt Friedrich.

Man habe angesichts von Untersuchungen – die bereits in den 90er-Jahren durchgeführt wurden – gewusst, dass nach dem Abriss der alten Gebäude eine Bodensanierung nötig ist. "Das ist aber zeitintensiver, als wir gedacht haben", gibt Friedrich zu. "Natürlich ist es wesentlich einfacher, auf der grünen Wiese zu bauen."

Der Geschäftsführer betont in diesem Zusammenhang, dass man bereits konservativ geplant habe. Doch während im September vergangenen Jahres noch von einer Eröffnung im letzten Quartal 2020 die Rede war, werde nun abgestimmt "wie und ob der Zeitplan noch geändert werden muss".

Auch bei der Nachbarbaustelle wurde nun erneut nachjustiert. Beim Spatenstich im Februar 2018 hoffte man noch auf eine Fertigstellung im selben Jahr, im September peilte man wiederum Mai 2019 an. Erik Hugel, Geschäftsführer der EGT Energie GmbH, spricht mittlerweile von einer voraussichtlichen Fertigstellung im Sommer 2019.

Einige Kilometer weiter befindet sich die Firma Wahl derweil noch ganz am Anfang ihrer Bauarbeiten – allerdings wird bereits deutlich sichtbar, wie weit die Abrissarbeiten fortgeschritten sind. Von St. Georgen kommend dominiert zwar noch der Blick des markanten Grässlin-Hauptgebäudes in Altrosa. Doch von der Schorenkreuzung aus zeigt sich bereits, dass große Stücke des hinteren Gebäudeteils schon abgerissen worden sind.

Anfang des Jahres wurde bereits mit der Entkernung des Gebäudes begonnen, der Rückbau erfolgte von innen nach außen und war damit nicht sofort sichtbar. Im April wurde das Gelände umzäunt und die Bagger rollten an.

Der von der Firma zu Beginn der Abrissarbeiten vorgestellte Zeitplan sieht ein Ende des Rückbaus Mitte August vor, Anfang September könnten bereits die Arbeiten für den Neubau beginnen. Im Sommer 2021 möchte Wahl dann komplett nach Peterzell umziehen – wie bei den anderen Baustellen gilt hier allerdings: Vorausgesetzt, die Planung geht auf.