Sportmix

LBS Beach-Cup bei strahlendem Sonnenschein

von Volker Haag

Britta Steffens und Marie Dinkelacker bei den Damen sowie Jonas Reinhardt und Tobias Brandt bei den Männern heißen die Sieger beim diesjährigen LBS Beach-Cup, ausgetragen auf dem Freudenstädter Marktplatz.

Bei strahlendem Sonnenschein und voll besetzten Zuschauertribünen am Finaltag strahlten gestern am Ende nicht nur die Sieger, sondern auch die Macher seitens der Volleyballabteilung des TSV Freudenstadt – angeführt von Kurt Wiehler und Kurt Fischer zusammen mit seiner Ehefrau Beate Thordsen-Fischer um die Wette. Insgesamt wurde an fünf Tagen Beach-Volleyballsport an den ersten drei Tagen für die Schulen und Firmen und am Wochenende beim A-Topturnier Spitzenvolleyball den Zuschauern geboten.

Seriensiegerinnen dominieren Gegner

Bei den Aktiven setzten sich am Ende dann doch die Favoriten in beiden Wettbewerben durch. Die Seriensiegerinnen aus Konstanz Britta Steffens und Marie Dinkelacker, die bereits schon 2012, 2014 und 2015 in Freudenstadt den Damenwettbewerb dominierten, gaben im ganzen Turnierverlauf gleich in ihrem ersten Spiel gegen das Duo Clarissa Preuß und Vanessa Reich den ersten Satz ab und konnten sich am Ende dann doch noch deutlich in drei Sätzen durchsetzen.

Dies sollte aber im Verlauf des Turniers der einzige Satzverlust der in Freudenstadt an Position zwei geführten späteren Sieger Duos bleiben. Im Halbfinale gegen die in Freudenstadt an Position drei geführten Annie Cesar und Karolin Reich war der Finaleinzug von Steffens/Dinkelacker keine ausgemachte Sache und am Ende war der Sieg beim Endstand von 21:19 und 22:20 mehr als knapp.

Ein ähnlich spannendes Finale war auch gegen die Top gesetzten Zwillinge Lena und Sarah Overländer vom TV Gladbeck zu erwarten. Nach klar gewonnenem erstem Satz wehrten sich die Overländer Zwillinge im zweiten Satz besser und mussten sich am Ende der etwas größeren Routine von Britta Steffens/Marie Dinkelacker in zwei Sätzen mit 21:13 und 21:19 geschlagen geben.

Im Herren Wettbewerb sorgte der aus Pfalzgrafenweiler stammende Matthias Vogelsang zusammen mit seinem Partner Benny Loritz für die große Überraschung. Über die Verliererrunde kämpften sich beide, die in Freudenstadt erstmals zusammenspielten, bis ins Endspiel vor. Ursprünglich wollte der in Nürnberg lebende Matthias Vogelsang mit dem Freudenstädter Tobias Schenk zusammenspielen. Der aber fiel krankheitsbedingt aus und so fiel seine Wahl auf Benny Loritz, der 2012 zusammen mit Julian Sadleder den Titel in Freudenstadt holte.

Krämpfe hemmen Vogelsangs Spiel

Im Verlauf des Turniers harmonierte Vogelsang mit Benny Loritz immer besser und die beiden kämpften sich Runde um Runde weiter. Im Spiel um den Halbfinaleinzug musste Matthias Vogelsang in der Endphase des dritten Satzes gegen das Duo Jonathan-Leon Finkbeiner und August Sigle eine Verletzungsunterbrechung nehmen, da Vogelsang von Krämpfen geplagt war. Nach dieser schafften Vogelsang/Loritz mit 16:14 doch noch den Halbfinaleinzug.

In diesem setzten sich die beiden Außenseiter gegen Rudy Schneider und Filip John, die mit 16 und 15 Jahren als Ausnahmetalente im Deutschen Beachvolleyball gelten und denen eine große Zukunft prophezeit wird mit 21:17 und 21:18 durch. Der besseren Athletik der beiden Youngsters, die in Freudenstadt von Jörg Ahmann dem Beachvolleyball Bundestrainern zusammen mit zwei weiteren Nachwuchsteams im Damenwettbewerb betreut wurden, setzte sich die teilweise etwas unkonventionelle Spielweise von Vogelsang/Loritz gegen die großgewachsenen Youngster Schneide/John durch.

Im Finale gegen die Topgesetzten Jonas Reinhardt und Tobias Brandt, beide aus Bad Kreuznach, waren die Kraftreserven am Ende nach zuvor sechs kräftezehrenden Spielen schon etwas aufgebraucht. Den ersten Satz konnten Vogelsang/Loritz noch offen gestalten und verloren diesen am Ende mit 18:21. Im zweiten Satz dominierten Jonas Reinhardt und Tobias Brandt fast nach Belieben und nutzten nach zwei tollen Blocks von Benny Loritz ihren dritten Matchball zum am Ende deutlichen Erfolg mit 21:18 und 21:13.

Der zweite Lokalmatador Johannes Wenzelburger belegte am Ende zusammen mit seinem Partner Lukas Beckebans den geteilten neunten Platz. Das Spiel um den dritten Platz gewannen Heiko Steimkemper und Yannik Klement ohne Spiel gegen Rudy Schneider und Filip John aufgrund von muskulären Problemen von Filip John. Jonas Reinhardt und Tobias Brandt kämpften sich auch durch die Trostrunde ins Finale vor, da sie in der zweiten Runde gegen Heiko Steinkemper und Yannik Klement in zwei Sätzen verloren. Im Halbfinale bügelten sie diese Zweitrundenniederlage gegen die gleichen Gegner diesen Lapsus aus und gewannen diesmal mit 21:18 und 21:10 relativ ungefährdet.

Sand findet neuen Bestimmungsort

Bei der anschließenden Siegerehrung standen die Richtigen auf dem obersten Treppchen. Das Turnier wird auch im kommenden Jahr seine Fortsetzung finden. Freudenstadt beteiligt sich im Zwei-Jahres-Rhythmus an der Turnierserie, die in Überlingen in drei Wochen ihren Abschluss im Rahmen der Baden Württembergischen Meisterschaft finden wird.

Der Sand findet auf Platz sechs der Tennisanlage des TC Schierenberg zukünftig seinen neuen Bestimmungsort. Er soll den Schulen in Freudenstadt als Übungsplatz zur Verfügung stehen.

Damen

1.Britta Steffens/ Marie Dinkelacker (beide Rockets Konstanz), 2. Lena u. Marie Oberländer (TV Gladbeck), 3.Annie Cesar (TV Bad Krozingen)/ Karolin Reich (DSHS Snowtrex Köln), 4.Greta Klein-Hitpaß (BW Dingden)/ Svenja Müller (TV Hörde), 5. Leonie Knauf/ Katharina Wex (beide Tübinger Modell), 5. Sarah Schulz (TGM Mainz-Gonsenheim)/ Tanja Loritz (VC Offenburg), 7. Lena Maasewerd/ Nadine Volker (beide TSV G.A. Stuttgart), 7. Julia Wenzel (Allianz MTV Stuttgart)/ Eva-Maria Friedrich (MTV Stuttgart), 9. Clarissa Preuß (TTV Dettingen)/ Vanessa Reich (SVK Beiertheim), 9. Silvia Schmid (TSV Schmiden)/ Swenja Baur (DJK Schwäbisch-Gmünd), 9. Lena Ecker/ Laura Sutor (beide SVK Beiertheim), 9. Chenoa Christ (USC Münster)/ Hanna-Marie Schieder (SV Lohhof).

Herren

1. Jonas Reinhardt (VC2000 Bad/Kreuznach)/ Tobias Brand (TV Undenheim), 2. Matthias Vogelsang ()/ Benny Loritz (SSC Karlsruhe), 3. Heiko Steinkemper (USC Freiburg)/ Yannick Klement (SV Schwaig), 4. Rudy Schneider (TuB Bochholt)/ Filip John (FC Schüttorf 09), 5. Nils Gerbig/ Oliver Knobelspieß (beide TV Rottenburg), 5. Jonathan-Leon Finkbeiner/ August Sigle (beide BDFS 411), 7. Julian Kallfaß (TGV Blankenloch)/ David Kurz (USC Freiburg), 7. Christian Eckenweber (TuS Darmsheim/Team Rege.)/ Patrick Köder (SV Fellbach), 9. Simon Angele (VC Baustetten)/ Robin Miller (SSC Karlsruhe), 9. Johannes Wenzelburger / Lukas Beckebans (beide ASV Botnang), 9. Sebastian Mättig (Rotes Rudel)/ Felix Klaue (SV Fellbach), 9. Fabian Schmidt/ Tim Kreuzer (beide SSC Karlsruhe), 13. Jonas Kuhn/ Lars Wilmsen (beide TV Rottenburg), 13. Raphael Schieting (SG Breisach-Gündlingen)/ Paul Streicher (FT 1844 Freiburg), 13. Luca Wenz (TSG Rohrbach)/ Benedict Morath (TSG Heidelberg/Rohrbach), 13. Thomas Heideprecht (SSC Karlsruhe)/ Viktor Gerdt (MTV Ludwigsburg).