Southside Festival

Veranstalter achten auf Sicherheitsvorkehrungen

von (sb)

Neuhausen ob Eck - Nach dem Terroranschlag in Manchester und der zeitweisen Absage von Rock am Ring haben die Organisatoren von Festivals in Deutschland ihre Sicherheitsvorkehrungen weiter verschärft. Auch das Southside Festival in Neuhausen ob Eck bleibt davon nicht verschont.

Ein Tetrapak mit einem Liter an nichtalkoholischen Getränken ist beim Southside erlaubt, genauso wie ein LunchpaketRegenschirme dürfen bis zu einer maximalen Länge von einem Unterarm im zugeklappten Zustand mitgenommen werden. An den Eingängen kontrolliert die Security sämtliches Gepäck der mehr als 60.000 Besucher, die vom 23. bis 25. Juni wieder in Neuhausen ob Eck erwartet werden und führt "intensive Rucksack- und Taschenkontrollen" durch. Wer sich diesen nicht unterziehen und schneller aufs Gelände gelangen will, für den gibt es seit diesem Jahr die sogenannten Fast Lanes. Auf der Website des Festivals heißt es dazu: "Durch die Fast Lane kommt, wer maximal ein Handy, einen Schlüsselbund und ein Portemonnaie dabei hat und sonst nichts."

Auch die Polizei, Sanitäts- und Rettungsdienst sind wieder vor Ort und sorgen für Sicherheit. "Alle sind für das Thema Sicherheit sensibilisiert", sagt der Veranstalter, die Agentur FKP Scorpio aus Hamburg, die dieses größte Festival in Baden-Württemberg organisiert. Über die einzelnen Maßnahmen will FKP Scorpio mit Verweis auf Geheimhaltung allerdings nicht sprechen. "Wir wollen potenziellen Gewalttätern die etwaige Planungen ja nicht erleichtern", heißt es aus dem Organisationsbüro.

Wäre es auch möglich, dass das Festival ähnlich wie Rock am Ring evakuiert werden muss? "Eine Evakuierung ist in der Regel nur eine zeitlich begrenzte Maßnahme", so der Veranstalter. "In den meisten Fällen wir der Festivalbetrieb nach der Unterbrechung wieder aufgenommen." Die Evakuierung werde, wie bei Rock am Ring, von den Bühnen aus angekündigt. Auch über Facebook und die Festival-App werde dies kommuniziert.

Im vergangenen Jahr war das Festival wegen starker Unwetter vorzeitig abgebrochen worden. Davor ist das Southside auch in diesem Jahr nicht sicher, weshalb es von Veranstalter-Seite aus heißt: "Der sicherste Ort auf einem Festival im Grünen ist bei einem Unwetter das Auto. Analysen der Pkw-Auslastung haben ergeben, dass rechnerisch ausreichend Pkw-Plätze für alle Festivalgäste zur Verfügung stehen." Auf keinen Fall sollte man sich bei Sturm und Gewitter im Zelt verkriechen.

Auf dem Festivalgelände ist eine Polizeiwache eingerichtet, die Tag und Nacht besetzt ist. Schnelle Hilfe gibt's über die Notrufnummer 110. Man solle nicht zögern, diese zu wählen, "sobald Euch etwas komisch vorkommt. Besser einmal zu viel melden, als einmal zu wenig."

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