Snowboard

Auf Sprung in absolute Weltelite

von Gunter Wiedemann

Oberhalb der Pitze auf der Piste. Jana Fischer hat gerade eine harte Trainingseinheit im österreichischen Pitztal, Namensgeber ist der Bach Pitze, hinter sich. Dort wird für die Bräunlinger Snowboardcrosserin auch die neue Wettkampfsaison beginnen.

Die Vorbereitung

Klar, dass es nach dem intensiven Sommertraining sowie Carving-Einheiten und Sprungübungen am Hintertuxer Gletscher nun vor allem um den Feinschliff geht. "Kursfahren ist derzeit angesagt", freut sich die für den SC Löffingen startende Fischer, dass im Pitztal schon eine Cross-Strecke aufgebaut ist. "Immerhin geht es Ende November und Anfang Dezember hier mit den ersten Europacups los. Dort werden wir alle in den neuen Wettkampfwinter einsteigen", fiebert die 19-Jährige den ersten Rennen entgegen.

Die Neuseeland-Reise

Im Gegensatz zu viele Kontrahentinnen hat Fischer aber schon im Sommer einen Wettbewerb bestritten. Einen sehr wichtigen sogar. Bei der Nachwuchs-Weltmeisterschaft in Neuseeland erreichte die Bräunlingerin souverän das Viertelfinale. Doch dann platzte der Traum von einer weiteren Medaille, 2017 hatte Fischer in Tschechien Silber geholt, nach einem Sturz in einer Steilwandkurve. "Das ist aber längst abgehakt", blickt die 24. des vergangenen Gesamtweltcups nach dem 13. Rang von Cardrona nun auf den Winter 2018/19.

Die Weltcup-Saison

Und dieser ist gespickt mit Höhepunkten. Nach dem "Aufwärmprogramm", also den Europacuprennen im Pitztal, beginnt Mitte Dezember der Weltcup. "Für die Rennen vor Weihnachten bin ich gesetzt", will Jana Fischer dann in Montafon (Österreich) und Cervinia (Italien) gleich zeigen, dass mit ihr wieder zu rechnen. "Ein erstes Ziel ist es, mich für die weiteren Weltcups im Jahr 2019 zu qualifizieren", stellt die junge Bräunlingerin klar. Also auch für die dritte Station, dann geht es am heimischen Feldberg (8. bis 10. Februar) um wichtige Punkte. "Das sind für mich natürlich spezielle Rennen. Und ich will mich natürlich im Vergleich zum vergangenen Februar im Schwarzwald besser verkaufen", möchte Jana Fischer dann auf jeden Fall die Qualifikation überstehen, in den Heats ihr Können zeigen. "Und dann ist ja immer alles möglich."

Die Startphase

Nicht nur am heimischen Feldberg – dort aber besonders spektakulär – fällt in den Rennen Frau gegen Frau schon am Start eine Vorentscheidung. "Ich denke, dass ich nach intensivem Krafttraining noch besser wegkomme", ist die Olympia-16. von Pyeongchang optimistisch, dass sie sich im Vergleich zur Vorsaison auch in diesem Bereich steigern wird.

Die Weltmeisterschaften

Sollte sie dies schaffen, dann sollte auch die Qualifikation für die Aktiven-WM in Park City (30. Januar bis 10. Februar) möglich sein. Es wäre das erste Mal, dass sich Fischer bei einer Frauen-Weltmeisterschaft mit den besten Snowboardcrosserinnen misst. "Die Qualifikation für die WM in den USA ist mein ganz großes Saisonziel", betont die 19-Jährige. Als Abschluss eines langen Winters wartet dann noch die Nachwuchs-Weltmeisterschaft in Slowenien (29. März bis 5. April). "In Rogla werde ich meine letzte Nachwuchs-WM bestreiten. Natürlich will ich in Slowenien noch einmal auf das Podest", möchte Fischer dann den Winter 2018/19 krönen.

Die zweite Operation

Erstmals kann sich Jana Fischer übrigens ganz auf den Sport konzentrieren. Das Abitur hat sie seit dem vergangenen Frühjahr in der Tasche, der eigentlich angedachte Sprung zur Sportfördergruppe der Bundeswehr in Sonthofen ist vertagt. "Ich muss mich nach der Saison noch einmal am Handgelenk operieren lassen. Da muss eine Schraube raus, eine neue rein", stellt die Bräunlingerin aber klar, dass die erste OP vor zwei Jahren gut verlaufen ist. "Ich habe praktisch keine Probleme mehr. Aber erst nach der zweiten Operation ist es möglich, eine Stelle bei Sportfördergruppe der Bundeswehr zu bekommen", ist Jana Fischer optimistisch, dass das Jahr 2019 auch in Sachen Ausbildung ein erfolgreiches wird.

Info

Die Weltcups

12. bis 16. Dezember: Montafon (Österreich).

20. und 21. Dezember: Cervinia (Italien).

8. bis 10. Februar: Feldberg (Deutschland).

1. und 2. März : Baqueira Beret (Spanien).

16. und 17. März:

Veysonnaz (Schweiz).

 Die Weltmeisterschaften

31. Januar bis 10. Februar: Aktiven-WM in Park City (USA).

29. März bis 5. April:

Nachwuchs-WM in Rogla (Slowenien).