Seewald

65 Retter proben im Seniorenheim

von Stephanie Prutschke

Den Ernstfall haben 50 Feuerwehrleute und 15 Helfer im Seniorenheim Besenfeld geprobt. Bei der Hauptübung der Gesamtfeuerwehr Seewald gingen die Rettungskräfte von einem Dachstuhlbrand aus.

Seewald-Besenfeld. Eine ungarische Pflegekraft verständigte gegen 14 Uhr die Leitstelle. Diese alarmierte die vier Abteilungen Besenfeld, Erzgrube, Göttelfingen und Hochdorf mit insgesamt sieben Fahrzeugen. Ebenfalls wurden das Hubrettungsfahrzeug mit Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug von der Feuerwehr Freudenstadt angefordert. Auch der DRK-Ortsverein Seewald und die Schnelleinsatzgruppe des DRK-Ortsvereins Dornstetten-Glatten-Schopfloch mit mehreren Fahrzeugen wurden an den Einsatzort an der Freudenstädter Straße gerufen.

Nach weniger als zehn Minuten war bereits das erste Einsatzfahrzeug der Besenfelder Feuerwehr vor Ort. Und etwa 20 Minuten nach der Alarmierung waren mit den Freudenstädter Fahrzeugen alle angeforderten Einsatzkräfte in Besenfeld: 50 Personen von der Feuerwehr, 15 Ersthelfer und 13 Einsatzfahrzeuge.

Zu diesem Zeitpunkt konnten bereits die ersten Personen aus dem Gebäude gerettet werden. Mit Atemschutzgeräten begaben sich die Feuerwehrleute zur Personenrettung und Brandbekämpfung unter Anleitung ihres Zugführers in das Gebäude.

Die Rolle der Verletzten übernahmen die Jugendfeuerwehrleute, die für ihre Aufgabe entsprechend geschminkt und in Szene gesetzt wurden. Der Löschangriff von außen erfolgte von zwei Seiten. Unterstützung gab es dabei von der Drehleiter. Drei Hydranten versorgten die Retter mit Löschwasser.

Die Verletzten wurden in einem Gebäude des Seniorenheims versorgt. Nach etwa einer Stunde erklärte Einsatzleiter und Seewald-Kommandant Andreas Krake den Übungseinsatz für beendet.

Hausleiterin Simone Kurz zeigte sich dankbar für die Übung. Das sei für das Seniorenheim wichtig. Die Heimbewohner waren in der laufenden Woche vor der Übung mehrfach auf den Einsatz vorbereitet worden und zeigten sich teilweise recht interessiert an dem Geschehen.

Auch Bürger verfolgten die Übung aufmerksam. Feuerwehrleute leiteten derweil routiniert den Durchgangsverkehr auf der Bundesstraße 294 einspurig am Übungsort vorbei.