Schramberg

Nur Tennenbronn: Tagesordnung steht

von Martin Dold

Der Ortschaftsrat drehte die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Tagesordnung für die Bürgerversammlung einmal durch den Fleischwolf und passte sie Tennenbronner Wünschen an.

Schramberg-Tennenbronn. Die Versammlung findet am Dienstag, 16. Oktober, um 19 Uhr in der Sport- und Festhalle Tennenbronn statt.

Er habe gehört, gab Manfred Moosmann den Wortführer, dass es bei der Einwohnerversammlung in Waldmössingen viel um Schramberg, aber wenig um die Zukunft Waldmössingens gegangen sei. "Das wollen wir bei unserer Bürgerversammlung nicht", stellte er klar.

Der Lärmaktionsplan, der auf dem ursprünlichen Vorschlag zur Tagesordnung der Bürgerversammlung stand, missfiel ihm. "Betrifft das Tennenbronn überhaupt?", fragte nicht nur er sich. Und weiter: "Wir wollen keine Monologe der Stadtverwaltung. Die Bürger sollen hier das Wort haben." So sah das auch Monika Kaltenbacher: "Diskussionen zu den wichtigen Themen sind erwünscht."

Die selbe Stoßrichtung hatte die Argumentation von Robert Hermann. "Der Stadtumbau 2030 gehört raus. Wir sollten uns auf Tennenbronn konzentrieren", sagte er. Das wollte Oberbürgermeister Thomas Herzog so nicht stehen lassen: "Der Stadtumbau betrifft alle Stadtteile, also auch Tennenbronn."

Fachbereichsleiter Rudolf Mager betonte, es würden viele konkrete Tennenbronner Themen – wie beispielsweise des Kleinspielfeld am Schächle – angesprochen. Er sprach sich aber dafür aus, dass die Stadtverwaltung zunächst die Themen vorstelle. "Das müssen Sie uns zugestehen", forderte er.

Magers Versprechen: "Sie werden nichts von Waldmössinger, Heiligenbronner oder Schramberger Themen hören." Herzog sagte, es werde 60 bis 90 Minuten Input der Stadtverwaltung geben. "Danach können wir gerne eine oder zwei Stunden diskutieren", sagte er.

Der Ortschaftsrat setzte durch, dass der Lärmaktionsplan von der Tagesordnung gestrichen wurde und es beim Stadtumbau lediglich um Tennenbronner Belange geht. Ortsvorsteher Lutz Strobel machte einen Knopf an die Sache: Zunächst gebe es bei der Versammlung einen Impuls des Ortsvorstehers und Informationen der Stadtverwaltung zum Thema Freibad, bevor dazu diskutiert werden kann. Hierzu, gab Herzog zu bedenken, lägen bereits Beschlüsse vor, sodass es bei diesem Thema nicht so viel zu besprechen gebe. "Wir wollen vor allem Feedback zu anderen Bereichen", so der OB.

Nach dem Freibad, so Strobel, gebe die Stadtverwaltung Infos zu folgenden Themen: Innenentwicklung, Gewerbeflächen, Sport- und Festhalle, Bereich Dorfweiher, Tourismus in Tennenbronn, Bereich "Krone", Kindertagesstätten, Sportflächen, Wohngebiete und Friedhöfe. Anschließend folgt die Diskussion hierzu.

Fragen, die in der Versammlung beantwortet werden sollen, können bis Mittwoch, 10. Oktober, schriftlich bei Lutz Strobel in der Ortsverwaltung abgegeben werden. Fragen können auch per E-Mail an Lutz.Strobel@schramberg.de geschickt werden. Es sind aber auch Fragen bei der Versammlung möglich, die zuvor nicht schriftlich eingereicht wurden.

Lutz Strobel hofft auf Anfrage unserer Zeitung auf Folgendes: "Ich wünsche mir, dass die Einwohner sich zu Wort melden, Fragen stellen und ihre Gedanken einbringen. Wir brauchen mehr mutige Bürge, die sich um die Entwicklung von Tennenbronn in der Gesamtstadt Gedanken machen".