Schramberg

Gottesdienst lädt Frauen zum Nachdenken ein

von Schwarzwälder Bote

Schramberg (olo). "Querdenken, uns querstellen, nicht immer in Fahrtrichtung, bereit zur Entwicklung neuer Formen, eine klare Sprache und im Mittelpunkt die Botschaft Jesu Christi. Unser Beitrag zur Erneuerung der Kirche." Mit diesen Worten stellte der katholische Deutsche Frauenbund, Zweigstelle Schramberg-Talstadt, seinen Beitrag zu den "Mädchen- und Frauenwochen" vor.

Insgesamt rund 30 Frauen hatten sich am Donnerstagabend in der Kirche St. Maria eingefunden, um mit Gesang, Bibellesungen und Gebeten nachzuvollziehen, was die Frauen der Bibel erfahren haben, als sie zum leeren Grab kamen und Jesus dort nicht fanden.

Was bedeutet die österliche Botschaft für das tägliche Leben?

Der Frauengottesdienst bot Gelegenheit, Wege zu finden, dem auferstandenen Jesus zu begegnen. Das Thema lautete: Dreh dich um –­ Begegne der Liebe Gottes. In einem Zwiegespräch wurde verdeutlicht, welche Botschaft auch heute durch Ostern vermittelt wird. Auch im Alltag sterbe man viele kleine Tode, aber die Auferstehung, das immer wieder Aufstehen, war die wichtige Aussage, die durch diesen Frauengottesdienst vermittelt wurde.

Die Frauenschola unter der Leitung von Rudi Schäfer (Orgel) gestaltete den Ablauf musikalisch gemeinsam mit dem katholischen Frauenbund. So wurde den Gottesdienstbesucherinnen ein schöner Rahmen und eine gute Möglichkeit geboten, sich ihren Platz in der mit großen Osterkerzen und Bildern geschmückten Kirche St. Maria und im Leben zu suchen, zu einem ruhigen Nachdenken über die Bedeutung der österlichen Botschaft für das tägliche Leben.

Der Gottesdienst endete mit einer Einladung zu einer weiteren Veranstaltung des Frauenbunds zum Thema "Hildegard von Bingens Naturheilweise – Heilkunde und Heilskunde zugleich". Der Vortrag von Claudia Ginter beginnt am Donnerstag, 19. April, um 15 Uhr im Gemeindesaal Heilig Geist, Schillerstraße 10.

Zu dem Schauspiel "Hildegard von Bingen – die Visionärin", das beim Theaterring Schramberg am Freitag, 27. April, stattfindet, wurde ebenfalls eingeladen. Das Stück wird ab 20 Uhr im Bärensaal aufgeführt.

Das Gesamtprogramm der "Mädchen- und Frauenwochen" endet am Samstag, 28. April, mit einem für alle offenen Gottesdienst zum "Tag der Diakonin", der seit 20 Jahren in Deutschland am Gedenktag der Heiligen Katharina von Siena begangen wird.

Dieser Tag soll daran erinnern, dass der Diakonat für Frauen nach wie vor verschlossen ist. Der Katholische Deutsche Frauenbund tritt entschieden für seine Öffnung ein und damit auch für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche.