Schramberg

Frauenpower nicht nur auf der Bühne

von Karin Zeger

Wenn Menschen in ihre Arbeit Herzblut und Know-how stecken, kann das Ergebnis ja nur gut werden. Das beste Beispiel dafür ist das fein abgestimmte Programm des Theaterrings. Der neue Spielplan 2017/2018 liegt jetzt druckfrisch vor.

Schramberg. Rund ein Dutzend Spielzeiten hat Susanne Gwosch, Leiterin der Volkshochschule (VHS) und des Theaterrings, bereits ausgearbeitet, betreut und auf die Beine gestellt. Durch ihre Erfahrung, ihre Kontakte in die Szene und ihre eigene Liebe zum Theater weiß sie ganz genau, mit was sie die Schramberger in den Bärensaal und ins Subiaco locken kann. 200 Theater-Abonnenten unterstreichen die Erfolgsgeschichte. "Meine Arbeit für die VHS ist quasi Pflicht und das Theater ist Kür" – und obendrein noch eine, von der Kulturfreunde in der ganzen Region profitieren.

Die Schauspieler kommen gerne nach Schramberg, erzählt Susanne Gwosch. "Sie loben die Atmosphäre im Bärensaal und das Publikum. Die Schramberger seien immer konzentriert bei der Sache." Ein Künstler formulierte es einmal so: "Die Schramberger haben an Stellen gelacht, die haben andere noch nicht einmal entdeckt."

Den Auftakt der Theater-Freitage macht im September die Komödie "Paulette – Oma zieht durch" (nach dem gleichnamigen Kinohit), es folgen "Onkel Toms Hütte" (Ausschnitte aus dem Roman mit Alltagszenen collagiert), "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (der Klassiker zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll), "Des Teufels General" (mit dem Schauspieler Gerd Silberbauer, der den Bärensaal bereits kennt), "Der Barbier von Sevilla" (für diese aufwendige Oper-Inszenierung gibt’s finanzielle Unterstützung vom Land) und "Hildegard von Bingen – die Visionärin" (ihre Ideen wurden zum Leitbild für ganze Generationen).

Extra-Portion für Kinder

Karten für die Kleinkunst-Abende in der Majolika zu bekommen, gestaltet sich mittlerweile als schwierig, denn dort liegt der Abonnenten-Anteil bei rund 70 Prozent, erläutert Gwosch.

Passend zum Stadtjubiläum hat sie als Auftakt das Schauspiel "Heimat deine Sterne" ausgesucht (vom Schicksal ein Schwabe zu sein). Dann folgt geballte Frauenpower: "Wir bereuen nix" (Kabarett), "Bis in die Puppen" (mit Andrea Bongers bekannt durch die Muppets-Puppen) und der Diplom-Psychologin Vera Deckers ("Probleme sind auch keine Lösung"). Um das Thema Pubertät dreht sich der Abend mit Matthias Jung ("Generation Teenieuts – Pfeifen ohne Ende?!").

Damit auch Kinder, trotz ihrer immer mehr werdenden Termine und Ganztagesbetreuung, auf ihre Extra-Portion Kultur nicht verzichten müssen, wurde das Kinder- und Familienprogramm erstmals zeitlich umgestaltet. Dafür haben Susanne Gwosch und ihr Team Umfragen in den Grundschulen und Kindergärten durchgeführt. Das "große" Theater im Bärensaal, dieses Jahr "Rapunzel" (ab sechs Jahren), wird deshalb am letzen Novembersamstag um 16.30 Uhr aufgeführt.

"Der goldene Vogel" (ab fünf Jahren) beginnt bereits um 10.30 Uhr – so haben auch Schulklassen die Möglichkeit, ins Theater zu gehen. Außerdem sind "Der Wolf und die kleinen Geißlein" (ab vier Jahren), "Der verrückte Zoo" (ab vier Jahren) und "Das Traumfresserchen nach Michael Ende" (gedacht für Kinder zwischen vier und elf Jahren) zu erleben.

Und um das Programm 2017/2018 rund zu machen, spielt das Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen beim Neujahrskonzert.

Weitere Informationen: www.schramberg.de Telefon 07422/2 92 45