Schramberg

Einsatzkommando stürmt Haus

von Martin Göker

Schramberg - Die untere Tösstraße in der Schramberger Weststadt war am am Mittwochvormittag Schauplatz einer groß angelegten Polizei-Aktion.

Geboten war offensichtlich das sprichwörtliche "volle Programm". Zunächst einmal fuhren drei dunkel lackierte, zivile Spezialfahrzeuge vor, ähnlich den Kleintransportern, wie sie von Geldtransportunternehmen verwendet werden.

Rauschgifthandel, Zigarettenschmuggel und Korruption

Den Fahrzeugen entstiegt alsbald eine Reihe von Beamten eines Spezialeinsatzkommandos in schwarzer Kampfmontur, ausgestattet mit schwerem Gerät. Ohne viel Aufsehen zu machen, betraten sie das Haus und schlossen die Eingangstür hinter sich. Weitere Polizeifahrzeuge, auch von der Bereitschaftspolizei in Göppingen sowie ein Rettungswagen des DRK, fuhren in die Tös­straße ein. Zahlreiche Polizeibeamte beiderlei Geschlechts, ausgestattet mit schusssicheren Westen, sowie Kriminalbeamte waren vor Ort.

Nach ungefähr einer Viertelstunde öffnete sich die Haustür und zwei Beamte führten einen Mann, dessen Hände auf dem Rücken gefesselt waren, zu einem bereitstehenden Fahrzeug. Er wohne seit ungefähr drei Jahren hier. Irgendwie aufgefallen sei er bislang nicht, erklärten Anwohner, die den Einsatz mit viel Interesse beobachteten.

Hintergrund der Aktion war die Durchsuchung von mehr als 30 Objekten mit mehreren Festnahmen in ganz Baden-Württemberg, mit Schwerpunkt Villingen-Schwenningen und Rottweil, teilte Günter Hones, Pressesprecher der Polizeidirektion Villingen-Schwenningen, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Er erklärte außerdem: »Die Maßnahmen laufen noch. Offiziell geben wir noch nichts heraus.« Es gehe um den Verdacht auf Rauschgifthandel, Zigarettenschmuggel und Korruption.