Schramberg

Einbruchsserie hält Region in Atem

von Martin Dold

Schramberg - Äußerst beunruhigend: In den vergangenen Wochen seit März ist die Zahl der Einbrüche deutlich nach oben geschnellt. Die Polizei ist in höchster Alarmbereitschaft – und will schon bald Erfolge präsentieren.

Das Muster ist immer dasselbe: Heimgesucht werden Industrie- oder Handwerksbetriebe, wo die Einbrecher eine Tür oder ein Fenster aufhebeln und sich auf die Suche nach Bargeld machen. Doch auch sogar in eine Arztpraxis (Schenkenzell) und eine Zahnarztpraxis (Hardt) wurde bereits eingebrochen. Fälle gab es in Schramberg, Lauterbach, Hardt, Schenkenzell, aber auch in St. Georgen und Peterzell.

Alleine am vergangenen Wochenende waren sechs Einbrüche, beziehungsweise Einbruchversuche, zu verzeichnen. Heimgesucht wurden unter anderem eine Metzgerei, eine Schreinerei, eine Kunststoffirma, eine Spedition und eine Metallfirma.

Immerhin: "In Wohnhäuser wurde nicht eingebrochen", sagt Jürgen Lederer, Revierleiter der Polizei Schramberg. Dort schrillen angesichts der Häufung der Vorfälle die Alarmglocken. "Wir haben eine Konzeption entwickelt, um den oder die Täter zu stoppen", verrät Lederer. So soll unter anderem versucht werden, weitere mögliche Tatorte zu identifizieren. Die Präsenz wird verstärkt, zudem gebe es verdeckte Ermittlungen, sagt der Revierleiter, der ein breit angelegtes Maßnahmenpaket verspricht.

Außerdem sei eine eigene Kommission gebildet worden. Sie nimmt heute, Freitag, ihre Arbeit auf. Die Polizisten des Reviers Schramberg seien bereit, hierfür Überstunden zu leisten. "Die Kollegen sind flexibel und engagiert. Ihnen ist nichts zu viel", lobt der Chef. Mit im Boot sind Mitarbeiter der Kriminalpolizei, damit die Verbrecher bald dingfest gemacht werden können.

Spuren gebe es bereits mehrere, Täter konnten aber noch keine ausgemacht werden, räumt Lederer ein. Bislang. Denn das soll sich ändern. Der Revierleiter zeigt sich angesichts des geballten Vorgehens zuversichtlich, dass bald ein Erfolg vermeldet werden kann. "Es wird uns gelingen", prophezeit er.

Die Bevölkerung könne mithelfen, dass der Spuk schon bald ein Ende hat. So sollten verdächtige Fahrzeuge notiert oder fotografiert werden und das der Polizei sofort mitgeteilt werden. Die Betonung liege auf sofort, sagt Lederer, damit schnell gehandelt werden könne. "Heutzutage hat jeder ein Handy, das ist dann kein großer Aufwand", betont er. Je mehr Hinweise die Polizei habe, desto einfacher werde die Ermittlung. Diese können der Polizei, Telefon 07422/2 70 10, gemeldet werden.

Autos mit fremden Kennzeichen könnten bereits ein Hinweis sein. In der Vergangenheit gab es in Baden-Württemberg bereits Einbrecherbanden aus Osteuropa, die im Laufe der Zeit als Täter ermittelt und festgenommen wurden. Zu möglichen Tätern wolle er aber keine Angaben machen. "Das wäre alles Spekulation", sagt der Revierleiter.

Eine erhöhte Aufmerksamkeit und das Maßnahmenpaket der Polizei sollten dazu führen, dass die Einbrecher festgenommen werden können und die Serie endet, hofft Lederer. Die Bevölkerung würde das der Polizei mit Sicherheit danken.