Schramberg

Droht erneut Straßensperrung im Bernecktal?

von (sf)

Schramberg - Entwurzelte Bäume, blockierte Waldpfade, Straßensperrung: Sturmtief Burglind wirkt in der Stadt und vor allem in den umliegenden Wäldern nach.

Bernecktal

Im Bernecktal zwischen Schramberg und Tennenbronn steht ein Aufatmen noch aus. Zwar ist die Straße frei. Für Autofahrer gut sichtbar haben umstürzende Bäume aber einen Teil der Fangzäune beschädigt. Diese waren erst vor Kurzem an den Hängen installiert worden, um Verkehrsteilnehmer vor Steinschlag zu schützen. Christof Hilbert, Förster des Grafen von Bissingen, bestätigt auf Nachfrage, dass einige Zäune zu Schaden gekommen sind. Bei einem Ortstermin am kommenden Montag wollen sich Ortsverwaltung und Tiefbau selbst ein Bild von der Lage machen, kündigt der Revierförster an. "Wir fahren das Tal ab und schauen, wo kritische Stellen sind."

Haben Autofahrer eine erneute Sperrung des Bernecktals zu befürchten? "Im Moment nicht", sagt Hilbert. Zu möglichen Maßnahmen in naher Zukunft könne er vor dem Ortstermin aber keine Einschätzung abgeben.

Park der Zeiten

Im derzeit immer noch gesperrten Park der Zeiten soll sich die Lage am Samstag hingegen entschärfen. Dort will die Stadt zwischen 8 und 14 Uhr abschließend Bäume sichern. Deshalb ist in dieser Zeit der Bereich der Bushaltestelle "Realschule" in der Schillerstraße teilweise gesperrt. Die Verkehrsbehinderung werde auf ein umgängliches Maß beschränkt, heißt es dazu von der Stadtverwaltung. "Nach den Baumsicherungsmaßnahmen am kommenden Samstag ist der Park wieder komplett zugänglich", teilt sie auf Nachfrage mit.

Auch für den stark beschädigten Mammutbaum gebe es demnach Hoffnung. Der Reststamm bleibe erhalten, da er standsicher sei. Zudem bestehe die Möglichkeit, "dass sich der Stamm als Fragment neu regeneriert".

Wald- und Wanderwege

Keine Entwarnung gibt es auf den zahlreichen Wald- und Wanderwegen in Schrambergs Umgebung. "Beim Betreten des Waldes ist nach wie vor Vorsicht geboten", warnt Tennenbronns Revierförster Jürgen Obergfell. Er habe sich in der kurzen Zeit noch keinen vollständigen Überblick verschaffen können. Weiterhin seien Waldbesucher auf eigene Gefahr hin unterwegs. Obergfell betont, dass Absperrungen unbedingt zu beachten seien. Das gebiete nicht nur das Landeswaldgesetz, sondern auch die mögliche Lebensgefahr. Dennoch hielten sich nicht alle daran.