Schramberg

"Could be Worse" begeistern Publikum mit Mixtur an Musikstilen

von Von Thalia Fehrenbacher

Schramberg. Einst als einmalige Vier-Mann-Band fürs eigene Kurskonzert gegründet, entschlossen sich Felix Armbruster (Schlagzeug), Anselm Pfaff (Klavier und Gesang), Benedikt Schäfer (Cello und Posaune) und Benedikt Moser (Bass) außerdem Dennis Kramer (Gitarre) in ihre Band aufzunehmen. Vor gut einem Jahr gründeten die fünf Musiker dann die Band "Could be Worse" und nahmen Benedikt Gießibl (Trompete) als sechsten Mann auf.

Trotz einigen vorangegangenen Auftritten betonte Anselm Pfaff bei der Begrüßung, dass sie alle es für völlig verrückt gehalten hätten, wenn ihnen vor gut drei Wochen jemand erzählt hätte, dass sie ihr eigenes Konzert in der "Szene 64" veranstalten. Mit "Fire" von Jimi Hendrix ging’s los. Darauf folgte "Get your way" von Jamie Cullum, bis die Band dann ihren ersten eigenen Song zum Besten gab. Mit "Simple Life" wollten sie sich selbst als auch dem Publikum beweisen, dass nicht allen Witzen Glauben geschenkt werden dürfe.

Nach einer Coverversionvon "Seven Nation Army" der "White Stripes" begrüßte die Band mit Pascal Bammert alias Lilbammert den ersten Special Guest des Abends. Er präsentierte den Abi-Rap sowie einen weiteren selbst geschrieben Rap, bevor er mit einer Coverversion von "Bleib in der Schule" von Trailerpark Stimmung machte.

"Could be Worse" begeisterte in der Folge mit "These are the Days" von Jamie Cullum, bevor sie sich in die Pause verabschiedeten. Danach legte die Band weiter zu und heizte mit "Sinnerman" von Nina Simone ein, bevor ein weiterer Song aus eigener Feder im Programm zu finden war. Bei eigenen Songs ist es "Could be Worse" besonders wichtig, dass das Publikum auch versteht, wovon das Stück handelt, weshalb ihnen eine Erklärung vorhergeht.

"Adolescent" etwa handelt von einer Kritik von Erwachsenen an den teils unangebrachten Verhaltensweisen der Jugendlichen, beispielsweise in Bezug auf den Besuch von Partys. Es schließt sich eine Rechtfertigung der Jugendlichen an. Außerdem kommt zur Sprache, dass die Handlungen der Jugendlichen doch immer in sich schlüssig seien und einen Sinn hätten.

Bei "Yellow" von "Coldplay" forderten die Musiker das Publikum auf, die Taschenlampen ihrer Smartphones anzuschalten und damit für die passende Atmosphäre zu sorgen.

Als zweiter Special Guest wurde dann Adrian Uhl auf die Bühne geholt. Er präsentierte mit der Band "Ordinary" – ein Stück, das die Jungs zusammen geschrieben haben und dessen Text von Lennard Kraft stammt. In dem Lied geht es darum, dass sich viel zu viele Menschen verstellen, um anderen zu gefallen. Nach "Under the Bridge" der "Red Hot Chili Peppers" und "Feeling Good" von "Muse" verabschiedete sich Uhl.

"Could be Worse" überraschten das Publikum mit einem weiteren, spontanen Special Guest: Max Ganter am Saxofon, mit dem sie "Zehn" von Farin Urlaub spielten und das Publikum erneut zu Höchstleistungen antrieben. Denn die Textpassage: "Ich zähl bis zehn und dann will ich euch springen sehn" nahm die Band wörtlich.

Mit ihrem letzten Song "Mixtape", wiederum von Jamie Cullum, verabschiedeten sich "Could be Worse" von den Zuhörern, die jedoch mit tosendem Applaus Zugaben forderten. Nach Liquidos "Narcotic" und einer erneuten Performance ihres eigenen Songs "Adolescent" dankten die jungen Musiker ihren Sponsoren, den Helfern des Abends sowie den gut 200 Besuchern, bevor sie sich endgültig von der Bühne verabschiedeten.

Wer das Konzert verpasst hat, bekommt am Sonntag, 15. September, 16 Uhr, im Rahmen des Familientags die Möglichkeit, die Jungs live zu erleben.