Schramberg

Animal Hoarding: Katzenbabys genesen nur langsam

von Karin Zeger

Schramberg - Die vielen Zwei- und Vierbeiner, die bei der Beschlagnahmung durch das Veterinäramt auch beim Tierschutzverein Schramberg untergekommen sind, machen den Ehrenamtlichen nach wie vor viel Arbeit.

70 Katzen wurden auf die Tierschutzvereine Rottweil, Sulz und Oberndorf verteilt. Der Rest, darunter fast 30 Hasen, 19 Schafe und Ziegen, viele Hühner, Enten und Wachteln kamen beim Tierschutzverein Schramberg unter.

"Von den Tieren konnten wir sehr bald alle Enten und Wachteln sowie einige Kaninchen vermitteln. Ein weiterer Teil der Kaninchen wurde auf andere Tierheime außerhalb des Kreises verteilt. Wir haben unsererseits dem Tierschutzverein Oberndorf, der mehr als 40 Katzen aus dem Animal Hoarding aufgenommen hatte, zehn Katzen abgenommen. Für viele der von uns übernommenen Tiere gibt es bereits Interessenten, so werden beispielsweise die sechs Schafe im August zu ihren neuen Haltern umziehen", erläutert der Vorsitzende des Tierschutzvereins Schramberg, Claudio Di Simio, auf Anfrage.

Einige der Tiere seien noch nicht vermittlungsfähig. "Teilweise müssen sie noch gepäppelt werden oder sie sind zu jung für eine Abgabe."

Der Vorsitzende: "Auch wenn wir einen Großteil der Tiere schon abgeben konnten, machen die übrigen Tiere immer noch sehr viel Arbeit. Die Katzenbabys müssen intensiv betreut werden und genesen nur langsam."

Da sich die Schramberger Tierschützer darauf einstellen, dass zumindest ein Teil der insgesamt 13 Ziegen auf unabsehbare Zeit auf dem Paradieshof in Sulgen bleiben wird, haben sie damit begonnen, auf dem Gelände den Stall für eine längere Unterbringung baulich herzurichten und ein größeres Gehege anzulegen. Allerdings fehle es an einer Weidemöglichkeit für die Tiere. Die umliegenden Wiesen seien im städtischen Besitz und verpachtet.

"Gefreut haben wir uns über die große Hilfsbereitschaft vieler Menschen, die uns mit Futter-, Sach- und Geldspenden unterstützt haben und über die Solidarität vieler Tierschutzvereine im ganzen Land, die angeboten haben, ihrerseits Tiere aufzunehmen oder bei der Vermittlung zu helfen. Manche Tierfreunde initiierten im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis Spendensammelaktionen zugunsten der Tiere", sagt Di Simio.

Auch von Seiten des Veterinäramts gebe es mittlerweile einen konkreten Plan, wie in diesem Fall die Kostenfrage schnell und überschaubar geregelt werden soll.

Zu Erinnerung: Di Simio hatte gefordert, dass der Landkreis dem Veterinäramt für Tierwegnahmen und Verwahrungen aufgrund einer behördlichen Anordnung ausreichende Mittel bereitstellt, um die Tierschutzvereine zu entschädigen.