Schonach

Großer Reiterhof im Turntal geplant

von Claudius Eberl

Schonach - Großes plant Rolf Brassel im Turntal. Er hat die beiden Anwesen nach dem Abzweig zu Eschenbühl erworben. Nun möchte er auf dem Gelände zwischen seinen Häusern und der Zimmerei Hettich einen Reiterhof bauen.

Auf der talseitigen Seite der Turntalstraße sollen eine Reithalle im Schwarzwaldhaus-Stil, ein Reitplatz sowie Stallungen und eventuell Ferienunterkünfte entstehen. Allerdings muss für diese Pläne ein Bebauungsplan aufgestellt werden, um die ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen in Flächen für eine Sondernutzung umzuwandeln.

Parallel dazu soll der Flächennutzungsplan zur Aufstellung des Bebauungsplanes geändert werden. Josef Spath (CDU) sah die Pläne positiv und hoffte seitens seiner Fraktion, dass das Projekt verwirklicht werden kann. Auch Christian Kuner und Helmut Kienzler sahen die Sache positiv. Somit stimmte der Rat einstimmig dafür, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen sowie ein Fachbüro mit der Durchführung zu beauftragen und entsprechende Beiträge zur Kostenübernahme durch den Grundstücksinhaber auszuhandeln.

"Löcherpiste" soll beseitigt werden

Es ist ein langes Ärgernis, vor allem für die Bewohner der Turntalstraße. Die Straße ist sehr gut ausgebaut – bis auf wenige Meter vom Feuerwehrhaus bis zum Ortsende. Am Dienstag war der Ausbau dieses kleinen Teilstückes nun wieder mal Thema im Gemeinderat. Doch es scheint, als fände die Geschichte endlich ein Ende. Denn die Verwaltung schlug dem Gemeinderat vor, für das Teilstück mit den umliegenden Häusern einen Bebauungsplan aufzustellen. Damit habe man dann auch rechtliche Handhabe, an zwei kleine Grundstücke zu kommen, deren beide Besitzer einfach nicht verkaufen wollen – dann aber müssen! Bürgermeister Jörg Frey sah dies als letzte Möglichkeit, die "Löcherpiste" endlich zu beseitigen. Christian Kuner (SPD) schlug vor, den Bebauungsplan zu erweitern und neben den Häusern an der Turntalstraße auch die am Friedhofsweg mit einzuschließen. Diesen Vorschlag griff Bürgermeister Jörg Frey auf, und auch der Gemeinderat stimmte zu, so dass die Verwaltung nun entsprechende Angebote an ein Fachbüro zur Durchführung der weiteren Verfahrensschritte geben wird.

Zugang zur Bachmauer muss gesichert sein

Herbert Burger stellte eine Bauvoranfrage. Er will am Gebäude Hauptstraße 1 einen Lagerschuppen mit einer Grundfläche von rund 120 Quadratmetern erstellen und zwar auf der Nordseite in Richtung des Baches. Die Verwaltung sah keinen Grund, die Voranfrage abzulehnen, auch wenn die Außenmauer des Schuppens direkt auf die Bachmauer aufgestellt werden soll. Ob dies dann tatsächlich so geschehen könne, müssten die Fachbehörden klären.

Christian Kuner (SPD) sah dies als problematisch an, er verlangte prinzipiell einen Abstand von Gewässern. Auch Helmut Kienzler (FW) war nicht zufrieden. "Was passiert, wenn an der Bachmauer gearbeitet werden muss? Da kommt man ja gar nicht mehr hin." Bürgermeister Frey schlug vor, die Voranfrage zu genehmigen, allerdings mit der Vorgabe, dass Unterhaltsarbeiten an der Bachmauer möglich sein müssen. Bei den Gegenstimmen von Helmut Kienzler und Christian Kuner wurde der Voranfrage unter dieser Maßgabe zugestimmt.