Schönwald

Französische Nacht wirft Schatten voraus

von Hans-Jürgen Kommert

Schönwald. Ein neues, zumindest vorläufiges Domizil hat die Arbeitsgruppe "Aktiv für Schönwald" für ihre Arbeit gefunden – und als Lager für die zahlreichen Oster- und Weihnachtsgruppen. Die ehemaligen Räume der Firma WEDO hinter dem Landmarkt Winterhalter stehen dazu zur Verfügung.

Das Hauptaugenmerk lag bei dieser Monatsbesprechung im Mai allerdings auf einem Ereignis, das "im Scheewald" nur alle fünf Jahre stattfindet: die Französische Nacht. Sicher war zunächst, dass die Aktivisten im Durchgang zur Praxis von Rolf-Dieter Gruner ein Zelt aufbauen. Der Mediziner versprach dann auch, im Elsass Wein zu besorgen, schon einen etwas hochwertigen. Der soll später am Stand per Zehntelliter-Probierglas ausgeschenkt werden, alternativ gibt es auch Bier oder Wasser.

Eine größere Sache war der Entscheid über das Speisenangebot. Es soll ein Vesperbrett geben, entweder mit Schwarzwälder Spezialitäten oder französischen Käse-Leckereien. "Das große oder eher das kleine", lautete die Frage.

Wolfgang Schubert gab an, er habe einen "Zibärtle"-Baum fällen müssen, den er gerne als Grundlage für das (große) Vesperbrett spendieren wolle. So etwa 60 runde Vesperbretter gäbe das. Wem das Brett gefalle, der könne es ruhig mitnehmen und das Pfand damit verfallen lassen. Auf 2,50 Euro Pfand einigten sich die Mitarbeiter. Doch auch das kleine Brettchen fand Anhänger. Am Ende einigten sich die Aktivisten darauf, um die 20 kleinen und 50 großen Brettchen fertig zu machen. Um weitere Einzelheiten wurde intensiv diskutiert.

Am Samstag, 25. Mai, um 11 Uhr wird der Gemeinde die sanierte Friedhofskapelle übergeben. Dazu sind der Gemeinderat sowie alle Spender und die Bevölkerung eingeladen, so Sprecher Manfred Fattler. Zunächst sollen alle Exponate gezeigt werden.

Aufgrund der hohen Zahl soll später eine Wechsel-Ausstellung gezeigt werden. Dazu will Fattler von der Gemeinde eine echte Rarität holen. In der Uhrmacher-Ketterer-Halle befinde sich eine weitere Madonna, die in der Kapelle bestens zur Geltung käme, so seine Meinung, was aber zunächst mit dem Bürgermeister besprochen werden müsse.

Wieder sanieren müsse man die Bänke am Wanderparkplatz an der Kreisstraße. Fattler gab an, gemeinsam mit seiner Frau Theodora eine der Bänke im Landschaftsgarten farblich gestalten zu wollen.

Kataster für Sitzbänke

Damit kam der große Auftritt von Martin Moser und Hubert Waldvogel von der Ortsentwicklungsgruppe (OEG), die sich nur wenige Tage zuvor ebenfalls mit der Situation der zahlreichen Bänke dort Gedanken gemacht hatte. Man sollte in dieser Hinsicht an einem Strang ziehen, so deren Fazit. Hubert Waldvogel arbeitet seit zwei Jahren an einem Kataster der Bänke. Einig war man sich letztendlich darüber, dass die OEG ein Konzept vorlegen solle, nachdem man dann im Landschaftsgarten verfahren könne.