Schömberg

Touristik und Kur kommt in Pavillon

von Wolfgang Krokauer

Die Gemeinde Schömberg will einen Aussichtsturm und eine Stahlseilrutsche bauen. Es soll also in den Tourismus investiert werden. Damit später möglichst viele das mitbekommen, soll die Touristik und Kur (TuK) einen prominenten Platz bekommen.

Schömberg. Derzeit befindet sich der Eigenbetrieb der Gemeinde relativ unscheinbar im Rathaus. Der Gemeinderat beschloss deshalb, die Touristik und Kur im Pavillon am Lindenplatz unterzubringen. Die Kommune hatte das Gebäude für rund 250 000 Euro erworben.

Zuvor wurde der Infopavillon einige Zeit gastronomisch genutzt. Er sei auf einen Betreiber zugeschnitten gewesen, hatte Bürgermeister Matthias Leyn in einer Gemeinderatssitzung im vergangenen Jahr deutlich gemacht. Eine Chance für eine Nutzung wie bisher konnte Leyn nicht erkennen: "Eine gastronomische Nutzung sehe ich wegen der Marktlage nicht." Auf Vorschlag der Rathausspitze beschloss der Gemeinderat mehrheitlich den Umzug der Touristik und Kur in den Pavillon, wenngleich es auch andere Meinungen gab. So war Gemeinderätin Elfriede Mösle-Reisch dafür, den Pavillon für gastronomische Angebote zu nutzen, zumal diese in Schömberg derzeit fehlen würden.

Laut einer Planungsstudie des Architekturbüros Peter W. Schmidt aus Pforzheim vom vergangenen Jahr kostet der Umbau rund 225 000 Euro brutto.

Fördertopf des Landes Baden-Württemberg

Aus dem Jahr 2014 gibt es noch einen Haushaltsausgaberest in Höhe von rund 94 000 Euro. Seinerzeit wollte die Gemeinde die bestehende TuK lediglich umbauen lassen. Weil die Angebote jedoch weit über den geplanten Ausgaben lagen, sah der Gemeinderat von den Plänen ab.

Darüber hinaus hofft die Kommune auf einen Zuschuss vom Land in Höhe von 50 Prozent der Umbaukosten, teilte die Leiterin der Touristik und Kur, Stefanie Dickgiesser, auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. "Wir gehen davon aus, dass im März der Zuschussbescheid kommt", sagte sie. Der Fördertopf hat die etwas sperrige Bezeichnung "Tourismusinfrastrukturförderprogramm". Vor dem Eintreffen des Bescheids dürfe man mit den Arbeiten nicht loslegen, so Dickgiesser. "Wir bereiten alles vor, was man vorbereiten kann", versichert sie aber.

Dickgiesser geht davon aus, dass der Umzug im Spätsommer vollzogen ist.

Nach einer Schätzung kostet der Umbau des Pavillons am Lindenplatz in Schömberg für die Touristik und Kur rund 225 000 Euro.

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