Schömberg

Geplante Errichtung des Aussichtsturms verteidigt

von Steffi Stocker

Schömberg. Die Mitglieder des Vereins "Tourismus, Handel und Gewerbe" (THG) sind zu ihrer Hauptversammlung zusammengekommen Dabei wurde deutlich, dass der Tourismus stärkster Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde ist.

"Aktuell entstehende Projekte sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern wurden im paritätisch besetzten Arbeitskreis Tourismus in den vergangenen 14 Jahren erarbeitet", stellte THG-Vorsitzender Christoph Eck fest. Auch der Gemeinderat sehe im Tourismus die tragende Säule für die örtliche Wirtschaft. Das Gremium habe beschlossen, die touristische Infrastruktur zu verbessern und für eine Attraktion 2,5 Millionen Euro zurückgestellt. Auch für andere Bereiche wie Kindergarten, Breitband oder Straßenbau seien Mittel eingeplant, so Eck. Euphorisch erwarteten nicht nur die 99 THG-Mitglieder den Bau des Aussichtsturms sowie der Fly-Line sowie den neuen Standort des Tourismusbüros im Pavillon.

Einstimmiger Beschluss

"Es bleibt für jeden etwas hängen", unterstrich Udo Bertsch nach seinem Bericht für den Handel und dessen Aktivitäten. Bürgermeister Matthias Leyn hält es gar für politisch fahrlässig, den Turm durch einen Bürgerentscheid verhindern zu wollen. "Es war ein einstimmiger Beschluss eines Gremiums, das als Vertreter der Bevölkerung gewählt wurde", sagte er. Reaktionen weit über die Gemeindegrenze hinaus bestätigten, dass es richtig sei, weitere Impulse zu setzen, sagte Leyn. Deshalb sprach er sich dafür aus, Überzeugungsarbeit bei den Bedenkenträgern zu leisten. Für Gäste sei es wichtig, dass der Ort attraktiv sei, zumal bei umfangreichen Beschwerden Kliniken schließen würden, die einen stattlichen Anteil zur Wertschöpfung beisteuerten, erläuterte Eck. Während der THG unter anderem mit Himmelsliegen in allen Ortsteilen seinen Beitrag geleistet habe, sorge beispielsweise der derzeitige Umbau in Kliniken wegen des Brandschutzes für eine Umsatzminderung in Höhe von rund drei Millionen Euro.

Handwerk gut ausgelastet

Der Rückblick zeige einen Bruttoumsatz von 47 Millionen Euro im vergangenen Jahr, aus dem vor Steuern eine Wertschöpfung von knapp 23 Millionen Euro geschaffen worden sei, rechnete Eck vor. Dadurch würden 1000 Arbeitsplätze direkt im Tourismus sowie 3000 weitere in anderen Branchen gesichert, stellte er fest. Das kam bei Michael Wernickes Bericht des Handwerks zum Ausdruck. "Wir sind gut ausgelastet und auf der Suche nach Mitarbeitern", sagte er. Dadurch fehlten jedoch Kapazitäten bei der Präsentation.

Eck ging auf die Übernachtungen ein. In den Kliniken sei die Zahl der Übernachtungen durch Umbauten um 13 000 auf 189 000 zurückgegangen. Im Freien Tourismus sei die Zahl um 2000 auf 39 924 gesunken. Hinsichtlich der Größe der Bevölkerung sei der Anteil aber nach wie vor sehr hoch. "In unserer Gemeinde verzeichnen wir 23 106 Übernachtungen pro 1000 Einwohnen, während der Schwarzwald 7100 und das Land 4000 verzeichnet", so Eck. Die Zusammenarbeit mit Gemeinderat und Touristik und Kur sei konstruktiv, fügte er hinzu.

Bei den Wahlen wurden die Amtsinhaber bestätigt. Susanne Mönch wurde Marketingbeauftragte für Tourismus. Sie ist Nachfolgerin für den verstorbenen Manfred Weik. Als Beirat für Bieselsberg wurde Philipp Mönch gewählt.