Schömberg

Die Suche nach dem Piratenschatz

von Michael Reich

Fröhliche Jungen und Mädchen, wohin man schaute: Beim Kinderfest der Schömberger "Waldschenke" sind die Kleine voll auf ihre Kosten gekommen, egal ob beim Hufeisenwerfen, beim Kasperletheater oder bei der spannenden Schatzsuche.

Schömberg. "Es ist brutal gut besucht", freute sich Vanessa Netzer über den Besuch des Kinderfestes am Schömberger Stausee, das sie konzipiert hatte. Es hatte in diesem Jahr "Pferde, Einhörner, Cowboys und Prinzessinnen" als Motto. Um 15 Uhr ging es los, doch schon lange zuvor standen Kinder mit ihren Eltern am Eingang Schlange.

Und es sollte sich lohnen, denn das Programm war bunt konzipiert. An zehn Stationen konnten die Jungen und Mädchen ihr Glück, Geschick und ihre Kreativität unter Beweis stellen. Da gab es beispielsweise ein großes "Mensch ärgere Dich nicht", bei dem es darum ging, als erster ans Ziel zu kommen, obwohl Vanessa Netzer betonte: "Das alles ist kein Wettbewerb. Es geht nur um den Spaß." Den hatten die Kinder auch beim Hütchenspiel, wo Konzentration gefragt war.

An einer anderen Station ging es darum, Äpfel aus dem Wasser zu fischen. Hört sich einfach an, war es aber nicht, wenn man seine Hände nicht benutzen durfte, sondern nur den Mund. Präzision war beim Hufeisenwerfen gefragt. Die zahlte sich aus, denn zur Belohnung gab es ein Gratis-Eis.

Neu im Programm war die Fotobox. Dort konnten sich die Kinder mit ihren Eltern ablichten lassen und erhielten dafür ein Bild mit der Widmung "Schön, dass Du da bist". Tradition beim Kinderfest hingegen ist das Kasperletheater. In dem Stück "Das verschwundene Geschenk", in dem der Prinzessin ihr Geburtstagsgeschenk abhanden kommt und es eine große Sucherei gibt. Auf Piratenschatzsuche konnten sich auch die Jungen und Mädchen bei dem Fest machen. Der Hinweis: Dort, wo sich Ziegen und Pferde treffen. Wer richtig gegraben hatte, auf den wartete ein Säckchen mit einer Eintrittskarte für eine Zugfahrt sowie eine süße Überraschung.

Einen Monat lang hatten die Vorbereitungen für das alljährliche Kinderfest gedauert, doch die Freude der kleinen Besucher war Lohn genug dafür. "Mir hat am liebsten das Hufeisenwerfen und das Pferderennen gefallen", freute sich die siebenjährige Annalena. Vom kleinen Knirps, der kaum laufen konnte, bis zum Zwölfjährigen reichte das Spektrum der vielen Kinder, von denen einige auch dem Motto entsprechend verkleidet waren. Betreut wurden sie an den verschiedenen Stationen nicht nur vom Team der "Waldschenke": Auch Gäste des nahe gelegenen Zeltplatzes waren gekommen, um zu helfen.

Seit rund 15 Jahren gibt es mittlerweile das Fest, und entsprechend angewachsen ist auch der Fundus – meist aus Naturmaterialien –, aus dem die Organisatoren schöpfen können, wie beispielsweise die Hufeisen aus Pappe und Alufolie. Auf die nächsten 15 Jahre.