Schiltach

Stadt feiert erstmals drei Tage lang

von Michaela Sum

Für 2020 ist wieder ein Stadtfest geplant: Von 26. bis 28. Juni soll dann erstmals drei Tage lang gefeiert werden. Das Konzept hat Tourismusmanager Christian Jäckels nun im Gemeinderat vorgestellt.

Schiltach. Ein elfköpfiges Orga-Team, in dem Vertreter verschiedener Vereine dabei sind, ist derzeit mit den Planungen beschäftigt. Viele Punkte stehen schon fest, manche fragten müssten noch geklärt werden.

20 Vereine haben bereits zugesagt, sich beim Stadtfest einzubringen, bei sieben läuft die Anfrage noch. Fakt sei, dass die Vereine weniger und die Arbeit für die verbleibenden mehr würden, aber "die Anzahl reicht aber aus, um das Stadtfest gut hinzubekommen", so Jäckels.

Freitag

Das Stadtfest soll mit einer Warm-Up-Party bereits am Freitagabend beginnen. Das sei der Wunsch der Vereine gewesen, damit sich der enorme Aufwand für den Aufbau mehr lohne und das Fest attraktiver gemacht werde. Auf der Lehwiese wollen die "Wilden Engel" für Partystimmung sorgen.

Samstag

Der Samstag beginnt mit dem Altstadtflohmarkt und soll ab 8 Uhr bereits "Gäste ins Städtle locken". Um 17 Uhr gibt’s die offizielle Eröffnung mit Fassanstich. Danach gibt auf verschiedenen Bühnen in der Stadt Livemusik, einen Zauberkünstler und auch das Stadttheater soll es wieder geben. Außerdem ist ab abends und am Sonntag eine "Lange Tafel" von der Stadtbrücke bis zum "Alten Fritz" geplant. Dafür seien die heimischen Gastronomen angefragt worden, auch Vereine sollen sich beteiligen können. Voraussichtlich könnten auch werbliche Anbieter an der "Langen Tafel" teilnehmen.

Sonntag

A uftakt für den Sonntag, der laut Jäckels Familien und die Vereine in den Mittelpunkt rücken soll, ist ein ökumenischer Gottesdienst. Die Moderation des Frühschoppenprogramms, das Schiltacher Vereine gestalten, übernimmt Helmut Dold alias "d’ Hämme". Außerdem hat sich die Stadt für den Naturparkmarkt beworben. Ob das klappt, "erfahren wir erst im Herbst". Zum Abschluss spielen die "Old News" auf der Lehwiese.

"Ein Wunsch der Vereine war, den großen Stadtrundgang wieder hinzubekommen", sagte Jäckels­ –­ dafür ist eine Brücke von der Lehwiese in die Gerbergasse nötig. Die Behelfsbrücke des THW Schramberg kann dieses Mal nicht genutzt werden, weil sie auf einer Baustelle aufgebaut ist. Stattdessen könne eine Ponton-Brücke errichtet werden – dafür sei die Zustimmung der Anlieger und Behörden erforderlich. "Wir versuchen das zu realisieren", sagte Jäckels.

2020 ist Fußball-EM. Sollte die deutsche Nationalmannschaft das Achtelfinale erreichen –­ "die Chancen dafür stehen nicht schlecht" – spielen sie am Samstag oder Sonntag. Ein Public Viewing auf großer Leinwand würde Kosten von 10 000 Euro verursachen. "Das geht nur, wenn das Geld über Sponsoren reinkommt", so Jäckels.

Insgesamt rechnet der Tourismusmanager mit einem Budget von rund 150 000 fürs Stadtfest. Damit sind die Kosten etwa 13 Prozent höher als 2015 – "dafür bekommen wir aber auch eine Brücke, einen größeren Festbereich und mehr Rahmenprogramm" warb Jäckels.

Die Vereine sollten für ihr Engagement, wie auch 2015, einen garantierten Stundenlohn von mindestens 3,50 Euro bekommen, waren sich Jäckels und Bürgermeister Thomas Haas einig.

Axel Rombach und Thomas Kipp merkten an, dass Angebote für Jugendliche nicht vergessen werden sollten. Jäckels werde diesbezüglich bei den Betreuern des Jugendtreffs nachfragen.

"Schon weit im Vorfeld steckt da viel Arbeit drin", merkte Haas an. "Das Stadtfest findet nur alle fünf Jahre statt", da könne die Stadt durchaus etwas investieren, meinte Haas, der auf Zustimmung bei den Räten stieß.