Schiltach

Gewerbesteuer sprudelt reichlich

von Johannes Fritsche

Auch für das laufende Haushaltsjahr konnte Stadtkämmerer Herbert Seckinger dem frisch verpflichteten Gemeinderat wieder rosige Aussichten verkünden.

Schiltach. "Der Veranlagungsstand der Gewerbesteuereinnahmen liegt derzeit bei 23,8 Millionen Euro. Geplant waren 22 Millionen Euro", berichtete Seckinger. Um dann sofort zwei bittere Wermutstropfen folgen zu lassen: Von den Mehreinnahmen sei im laufenden Jahr eine zusätzliche Gewerbesteuerumlage von circa 380 000 Euro zu zahlen, außerdem erhöhe sich im Jahr 2021 wegen der gestiegenen Steuerkraft die Finanzausgleichs- und Kreisumlage. Ansonsten gelte: "Die Bewirtschaftung des Haushalts erfolgt mit wenigen Ausnahmen planmäßig".

So werden auch im laufenden Jahr die Investitionen nicht alle wie geplant umgesetzt werden können, insbesondere die Erweiterung der Kinderkrippe und verschiedene kleinere Maßnahmen.

Außerplanmäßige Aufwendungen habe es bislang nur in geringem Umfang gegeben: Neubau eines Bauhoflagerschuppens (23 600 Euro), Rückzahlung Landeszuwendungen beim Hochwasserschutz Kinzig (5800 Euro), Schlusszahlungen für Hauptstraße 8 (50 100 Euro), Ausstattung Facharztpraxis Hauptstraße 60 (9100 Euro) und Schlusszahlungen für das Bahnhofsgebäude (9 500 Euro). Einstimmig genehmigte der Gemeinderat diese außerplanmäßigen Auszahlungen.

Jahresabschluss 2018

"Die vollständige Aufstellung des Jahresabschlusses 2018 verzögert sich, weil die Eröffnungsbilanz und Vermögensbewertung sind noch nicht fertiggestellt sind", erläuterte Seckinger. Grund ist die Umstellung der Buchführung auf die Kommunale Doppik.

Beim Jahresabschluss 2018 ergebe sich aber eine deutliche Verbesserung gegenüber der Haushaltsplanung. In der Ergebnisrechnung erhöhe sich der Überschuss von zwei auf circa acht Millionen Euro. Im Finanzhaushalt erhöhe sich ebenfalls der Zahlungsmittelüberschuss aus laufender Verwaltungstätigkeit um circa fünf Millionen Euro. Da die eingeplanten Investitionen nicht alle umgesetzt werden konnten, werde statt eines Finanzierungsmittelbedarfs ein Überschuss ausgewiesen, was die Liquidität weiter erhöhe. "Ursache für die Verbesserung des Rechnungsergebnisses sind vor allem Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer (plus 4,8 Millionen Euro), aber auch Einsparungen bei den Aufwendungen und verzögerte Investitionen", fasste Seckinger zusammen.