Schiltach

Geschichte aufgesogen

von Schwarzwälder Bote

Schiltach. Einen geselligen Abend erlebten die AH-Senioren der SpVgg Schiltach mit Anhang und weiteren Gästen bei einer Junghans-Führung in Schramberg.

Nachdem man monatlich immer einen gemeinsamen Abendtermin wahrnahm, wurde über AH-Kollege Herbert Hock der Kontakt zu Liegenschaftsverwalter Klaus Dreyer nach Schramberg hergestellt. Per Linienbus fuhr man zu diesem "Auswärtsspiel" und vom Busbahnhof Schramberg führte der Weg an die Geißhalde zum Junghans-Areal.

Dort wurde man von Klaus Dreyer erwartet, der die knapp 30 Schiltacher Teilnehmer mit auf eine kurzweilige und äußerst interessante Zeitreise der Familie Junghans nahm, die von Horb über Zell nach Schramberg führte.

Über eine Strohfabrik und den wirtschaftlichen Misserfolg einer Ölmühle kam Erhard Junghans unter anderem auf Anregung von Ferdinand von Steinbeis zur Umstellung auf Uhrenteile, die er mit seinem Bruder Xaver als "Uhrenfabrik Gebrüder Junghans" in Schramberg aufbaute und damit die Erfolgsgeschichte von Junghans begann.

Mit zeitweise über 3000 Beschäftigten wurde man der größte Uhrenhersteller der Welt. Über Wecker und Taschenuhren produzierte man Pendeluhren und letztendlich auch Armbanduhren. Klaus Dreyer zeigte mit tollem historischen Bildmaterial auf, welche Ausmaße die Firma in Schramberg hatte, welche Liegenschaften zu Junghans gehörten und dass es auch ein Firmenhallenbad gab.

Nach der Fahrt mit einem Paternoster konnte man über die Dächer von Schramberg blicken und bekam hier noch einmal über Bildmaterial einen Einblick auf die enormen Liegenschaften der Familie.

Zum Abschluss besuchte man die Bunker im Schlossberg, in denen im zweiten Weltkrieg vorwiegend Zünder und weitere Rüstungsgüter hergestellt wurden. Gemeinsam führte der Weg dann ins "Bruckbeck", wo man in geselliger Runde die Führung durch die Geschichte der ehemals weltgrößten Uhrenfabrik Revue passieren ließ. Achim Hoffmann dankte im Namen der AH-Familie Klaus Dreyer mit herzlichen Worten für diesen tollen Abend und überreichte ihm ein Geschenk, ehe man mit dem Spätbus die Heimreise nach Schiltach antrat.