Schenkenzell

"Erfreuliche Botschaft" für Sanierung der Schwallungen

von Michaela Sum

Schenkenzell. Willy Schoch hat die Bürgerfrageviertelstunde im Gemeinderat genutzt, um die Sanierung der Schwallungen nochmals aufzugreifen. Das Thema war vor der Sommerpause bereits besprochen worden – damals hatte sich der Rat entschieden, das Stellen eines Förderantrags ins kommende Jahr zu vertagen. Auch weil es einige Fragezeichen hinsichtlich der Fördermöglichkeiten gegeben hatte (wir berichteten).

Schoch bekannte, dass er und Thomas Kipp von den Schiltacher Flößern die Sitzung "enttäuscht" verlassen hätten. Dennoch hätten die beiden mitgenommen: "Gemeinderat und Ortschaftsrat stehen voll und ganz hinter unserem Projekt", was für die weitere Arbeit hinsichtlich des Erhalts der drei Schwallungen "Obere Lay", "Untere Lay" und "Grüß Gott" "sehr wichtig" sei.

Er hinterfragte, ob das Thema überhaupt auf die Tagesordnung der Juli-Sitzung gemusst hatte. Bei einer frühzeitigen Abstimmung der Verwaltung mit dem Denkmalamt, auch hinsichtlich der Fördersätze, wäre wohl schon im Vorfeld klar geworden, dass "es keinen Sinn" habe.

Schoch führte aus, dass mit Freiburg und Stuttgart zwei Denkmalämter involviert seien. Bei einer Vor-Ort-Besprechung im Mai habe die Behörde aus Freiburg signalisiert, sich für die Floßweiher einsetzen zu wollen. Es sei damals in Aussicht gestellt worden, dass die Gemeinde bei der Antragstellung einem Grundstückseigentümer gleichgesetzt werde – und damit 50 Prozent statt rund 30 Prozent Grundförderung bekomme.

Gemeinderat steht hinter dem Projekt

Außerdem wolle die Behörde versuchen, über alle Fördertöpfe – also die Denkmalpflege, die Denkmalstiftung und einen Pflegetopf beim Bund – eine Förderung von 80 Prozent zu erreichen. "80 Prozent Förderung, 20 Prozent die Gemeinde – das war schon ein Wort", erinnerte Schoch.

Im Hinblick auf die Finanzen hatte Schoch eine "erfreuliche Botschaft" zu verkünden. Bei Gesamtkosten für die Sanierung von 260 000 Euro und einer Förderung von rund 80 Prozent hätte die Gemeinde einen Restbetrag von 52 000 Euro, verteilt auf fünf Jahre, aufzubringen.

Im Nachgang zur Sitzung habe sich Peter Rottenburger von der Klaus-Grohe-Stiftung in Schiltach gemeldet und für die Sanierung der Schwallungen eine Kostenbeteiligung von zehn Prozent versprochen. Damit reduziere sich der Gemeindeanteil auf 26 000 Euro. "Und das ist noch nicht das Ende", erklärte Schoch, denn es gebe noch weitere Spender.

Bürgermeister Bernd Heinzelmann bekannte, dass er das Thema nicht auf die Tagesordnung genommen hätte, wenn abzusehen gewesen wäre, wie sich die Sitzung entwickelt. Er freute sich über die "guten Nachrichten". Heinzelmann betonte erneut, dass das Gremium hinter dem Projekt, die Bauwerke zu erhalten, stehe. Die Verwaltung wolle die Thematik nochmals durcharbeiten und dem Gremium zeitnah vorlegen.