Rust

Neues Musikfestival startet im Europa-Park

von Jörg Braun

Rust - Ein Musikfestival ganz ungewöhnlicher Art feiert am 16. und 17. November im Europa-Park Rust Premiere: der "Rolling Stone Park". 30 Bands werden an den beiden Tagen auftreten, darunter so bekannte Namen wie Element of Crime, The Flaming Lips, Kettcar, Darlingside, Die Höchste Eisenbahn, Alligator und Jahn Grant. Mit bis zu 4000 Besuchern rechnen die Veranstalter.

Außergewöhnlich bei diesem Festival sind der Termin und der Veranstaltungsort. Während Festivals sonst im Sommer unter freiem Himmel auf Freigeländen und in Stadien stattfinden, läuft das Musikspektakel in Rust mitten im trist-kalten November. Und das nicht im Freien, sondern in mehreren Hallen, Arenen und Sälen des Ruster Europa-Parks.

Ausgerichtet wird das Festival vom Hamburger Konzertveranstalter Scorpio, der unter anderem auch das legendäre Southside in Neuhausen bei Tuttlingen organisiert,  in Kooperation mit dem Europa-Park. Namensgeber ist das Musikmagazin Rolling-Stone.

"Wir wissen von unserem identischen Indoor-Festival an der Ostsee, dass dieses Konzept viele Fans hat", erklärt Sina Klimach von der Konzertagentur. Seit zehn Jahren sei das dortige Event regelmäßig und früh ausverkauft. Das erhoffe man sich nun auch für den südbadischen Ableger.

Erwartet werden in Rust Musikfans nicht mit Schlafsack, Isomatte  und Sixpack unterm Arm, wie bei Sommer-Festivals, sondern eher das gesetztere Alter von 30 bis 60 Jahren. "Diese Fans schätzen den Komfort von Hallenkonzerten und angeschlossenen Übernachtungsmöglichkeiten", sagt Sina Klimach.

In Rust lässt sich das bestens kombinieren. Der Park hat Mitte November gerade Pause und hat Tausende Betten in seinen diversen Hotels frei. Mit dem neuen Festival will der Park diese Lücke zwischen Sommersaison und Winteröffnung füllen. Auch die Konzertstätten sind herausragend. In die große Park-Arena passen mehrere  Tausend Fans, wie jüngst bei der großen Halloween-Party von SWR3. Gediegener und exquisit geht es hingegen in den anderen Ballsälen des Parks zu, die für die Konzerte genutzt werden.

An beiden Tagen geht es am  Nachmittag los und dann nonstop bis spät in die Nacht. Wer nach den Liveauftritten noch Energie hat, kann  bis in den frühen Morgen bei Partys abfeiern. Zusätzlich gibt es Lesungen und Talkrunden.

Zunächst war das Festival nur mit Übernachtung buchbar. Jetzt aber gibt es auch Tagestickets. Für den Freitag  kosten diese 69 Euro, für Samstag 75 und für beide Tage 129 Euro. Wer in der urigen Holzhütte des Parks übernachten will, bekommt ein Festivalpaket für 189 Euro, ein solches mit Hotelbett kostet für die beiden Tage dann schon 300 Euro pro Nase. Infos: rollingstone-park.de