Rottweil

Was kommt nach dem Test-Turm noch alles?

von Nils Horst und Corinne Otto

Rottweil - Günter Eber­hardt ist ein Mann mit Visionen. Er will nicht nur die Hängebrücke bauen, er macht auch darüber hinaus kräftig Pläne fürs Berner Feld: Die Arbeitsplattform, die er zum Abschluss der Membran-Arbeiten am Test-Turm gekauft hat (wir berichteten), soll direkt vor Ort bleiben und zur Attraktion für Touristen werden.

Der Stahlunternehmer aus Hohentengen kann sich vorstellen, die Konstruktion in eine Art Park einzubringen oder sie zur Bewirtung der Turm-Besucher zu nutzen, erklärt er im Interview mit unserer Zeitung. Sein Ziel sei es, zwischen Turm und Hängebrücke für Attraktivität zu sorgen.

Und seine Pläne sind schon ziemlich konkret: "Ich könnte mir vorstellen, den Weg vom Brückenkopf zum Turm als Technikpark zu gestalten, in dem die Plattform ihren Platz findet. Dort können die Besucher dann mehr über die beeindruckende Membrantechnik erfahren", und ergänzt: "Vielleicht entsteht auch ein Dokumentationszentrum für Membranbau." Zusammen mit der Gastronomie sei das das Minimalste, was man den Besuchern bieten sollte.

Eber­hardt legt sich damit ins Zeug - auch wenn der Deal zwischen ihm und der Stadt bekanntlich noch nicht in trockenen Tüchern ist. "Ich hoffe, dass wir den Knoten lösen können, dass wir endlich durchstarten können und die ersten Pfeiler der Brücke setzen können."

Am Mittwoch wurde Eber­hardts Neuerwerbung mit Hilfe eines Krans auf einem Grundstück unweit des Turms abgestellt. Für die Besucher schon jetzt ein weiterer Blickfang – auch wenn's da noch nichts zu essen gibt. Und auch den Ingenieur Dieter Linke von der Firma Taiyo Europe freut's, dass "seine" Plattform für die Nachwelt erhalten bleibt. "Wenn man die einfach nur verschrotten würde, dann würde später keiner mehr verstehen, wie man die Membran überhaupt am Turm anbringen konnte."