Rottenburg

Von einer guten Vernetzung profiteren auch die Studenten

von Angela Baum

Rottenburg. An der Hochschule für Forstwirtschaft fand am Donnerstagnachmittag ein erster Gründerkongress statt. Hier gab es Ideen für Existenzgründer, eine Talkrunde mit Gründerpersönlichkeiten sowie Workshops zum Thema Existenzgründung.

Ziel sei es laut Finanzbürgermeister Hendrik Bednarz, Ideen für ein gründerfreundliches Rottenburg zusammenzutragen. Eine gleichlautende Plakette hatte die Stadt bereits im Vorfeld erworben (wir berichteten), und nun gab es eine Auftaktveranstaltung zum Thema gründerfreundliche Kommune. Idee war es nicht zuletzt, ein Gründernetzwerk ins Leben zu rufen, von dem Existenzgründer profitieren könnten.

Bastian Kaiser als Rektor der Hochschule für Forstwirtschaft lobte die Stadt als kompetenten und federführenden Partner in Sachen Existenzgründung der Absolventen. Kaiser begrüßte nicht zuletzt auch Vertreter des Landwirtschaftsministeriums sowie die Teilnehmer der Talkrunde. Im Zuhörerraum saßen Gewerbetreibende, Banken, Existenzgründer sowie Studierende der Hochschule und auch Professoren sowie Vertreter der Stadt Rottenburg, etwa Wirtschaftsförderer Andreas Lanio.

"Existenzgründer haben guten Grund zu gründen", betonte Bastian Kaiser. Sie wollen beispielsweise eine gute Geschäftsidee verfolgen. Viele Unternehmen in der Region holten daher auch die Studierenden nach ihrem Studium an der Hochschule für Forstwirtschaft direkt ab. "Unsere Studierenden sind mit ihren Ideen willkommene Partner der Wirtschaft", so Kaiser. Die Stadt Rottenburg sei Ausgangsort und Standort für Initiativen der Absolventen. Die Professoren der Hochschule hätten viele Ehrenämter und seien daher gut vernetzt in der Region, was auch den Studierenden zugute komme. "Netzwerke werden immer wichtiger", erklärte Bastian Kaiser. "Wir wollen uns einmischen", umriss er den Standpunkt der Hochschule. Die Hochschule habe eine große Nachfrage. "Es muss uns gelingen, junge Leute zu begleiten", sagte Kaiser.

Bürgermeister Bednarz ließ die Geschichte des Wettbewerbs "Start up BW" Revue passieren, bei dem Rottenburg mit dem Siegel der Gründerfreundlichen Kommune ausgezeichnet wurde. Man habe hinter Konstanz und Reutlingen den dritten Platz belegt. "Wir haben ein gutes Konzept mit der imakomm Akademie erarbeitet", erklärte Bednarz. So setzt Rottenburg etwa auf den Werkstoff Holz, hier wolle man mit der Fachhochschule kooperieren. Bei der Talkrunde berichteten Adelheid Kumpf, Professor Burian von der Hochschule, Bednarz sowie ein Vertreter des Ministeriums für Landwirtschaft von ihren Erfahrungen. Adelheid Kumpf berichtete etwa, welche Hindernisse sie bei der Gründung ihres Betriebes überwinden musste.