Rottenburg

"Überleben im Terror"

von Schwarzwälder Bote

Rottenburg. Den Dokumentarfilm "Überleben im Terror – Ernst Federns Geschichte" zeigt das Kino im Waldhorn am Mittwoch, 13. Februar, ab 20 Uhr in Kooperation mit dem Verein für psychoanalytische Sozialarbeit Tübingen/ Rottenburg. Auch Regisseur Wilhelm Rösing und Psychoanalytikerin Marita Barthel-Rösing werden vor Ort sein. Der Eintritt kostet 8,50 Euro.

Der Film handelt von Ernst Federn, der 1938 in Wien verhaftet wurde. Er verbrachte die folgenden sieben Jahre in den Konzentrationslagern Dachau und Buchenwald, was er dank "90 Prozent Glück", "einer gewissen Begabung" und dem unerschütterlichen Willen überlebte. Heute gilt Federn als ein Pionier der psychologischen Analyse des Lebens in Konzentrationslagern. Im Film spricht Federn über den Terror der Nazis, aber auch über den dadurch erzeugten Terror der Häftlinge untereinander: "Überleben auf Kosten des anderen" nennt Federn dies und erzählt von seiner privilegierten Rolle im Lager, die auch sein Überleben ermöglichte.

"Der Film führt keinen Helden vor; er provoziert keine Emotionen und weckt doch welche; er analysiert das faschistisch-autoritäre System, das das Destruktive in jedem Menschen für seine Zwecke nutzte; und er macht Mut zum Widerstehen", heißt es von Seiten des Veranstalters.