Rottenburg

Trotz Verschiebung mausert sich Konzert zum Erfolg

von Marly Scharnowski

Rottenburg-Bad Niedernau. Der Erfolg vom letzten Jahr war Ansporn, wieder eine Rock-Nacht zu veranstalten. Mit viel Liebe zum Detail, wurden Bands eingeladen, Licht, Illuminationen, Sitzmöglichkeiten und,  wenn das Wetter nicht mitmacht, ein Zelt und überdachte Unterstände aufgebaut, Leitungen gelegt und für ausreichend Essen und Getränke gesorgt. Das Wetter machte nicht mit, es goss aus Kübeln. Die Veranstalter, die Gemeinde und der Förderverein, waren über diese Entwicklung nicht glücklich, sie verfielen allerdings nicht in Lethargie, im Gegenteil: Mails, Smartphones und Telefone wurden zu Höchstleistungen angespornt.

Der Ersatztermin, am Sonntag ab 11 Uhr Frühschoppen und ab 14 Uhr die Bands, bekam einen enormen Zulauf, viele Menschen, die am Abend nicht gekommen wären, haben die Veranstaltung am Sonntag mit viel Begeisterung und guter Laune unterstützt. Das zeigt sich auch daran, dass es bereits um 16 Uhr weder Kuchen noch etwas vom Grill zu essen gab.

Ortsvorsteher Wolfgang Merz zeigte sich in bester Laune. Auf die Frage nach dem Samstagabend gab er zu, erstaunt gewesen zu sein, dass sich im Laufe des Abends etwa 100 Personen eingefunden haben; am Sonntag dürfte es mehr als das Doppelte oder Dreifache gewesen sein. 

Die Bad Moon Band machte den Anfang, sie bekam viel Applaus, selbst nach 22 Titeln durfte sie nicht von der Bühne, es wurden immer wieder Zugaben gefordert, was für ihre Musik spricht.

Die Gruppe No Age Limit schloss sich an, die "Jungs" legten fetzigen Rock und Blues auf die Bühne. Das Repertoire dieser Gruppe reicht nicht nur in Richtung Beatles, Rolling Stones, Dire Straits, Santana, Eric Clapton, Deep Purple und Gary Moore, sondern darüber hinaus. Eine Stunde  unterhielten sie vortrefflich. Und nicht nur die "mittelalten" Besucher begannen die Hüften zu schwingen, auch die Jugend bewegte sich zum Rhythmus.

Der Name No Age Limit ist gerechtfertigt, die Musiker kennen sich teilweise schon seit 1965 aus der Schülerband. Viel verdienter Applaus für eine Stunde voller Power.

Die Band Cat-River-Dogs setzten mit ihrer Musik ebenfalls voller Vehemenz nach, Frontmann Michael Eggenweiler mit Band ließen vor allem die Herzen der Hard-Rock-Fans höher schlagen. Auch hier gab es, viel verdienten Applaus.

Es war ein gelungenes Fest, ohne Komplikationen, wenn auch der Erst-Termin im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel. Ortsvorsteher Merz war glücklich, mit so viel Zulauf hatte niemand gerechnet. Dies zeige laut Merz: "Der Bürger sucht Nähe zum Bürger – wir sind stolz darauf, dass wir in Bad Niedernau so eine gute und gesunde Gemeinschaft haben."