Rottenburg

Sanieren ist große städtische Aufgabe

von Annika Rath

Zum "Hallenkonzept V" der Rottenburger Stadtverwaltung gehören fünf Hallen: Die Kreuzerfeldhalle und die Otto-Locher-Halle in der Kernstadt, die Sülchgauhalle in Kiebingen, die Ergenzinger Breitwiesenhalle und die Uhlandhalle in Wurmlingen. Das Konzept soll zwischen 2023 und 2028 umgesetzt werden.

Ro ttenburg. Markus Gärtner vom Baudezernat zeigte im Gemeinderat auf, dass alle Hallen in die Jahre gekommen sind. Er sprach von einem "Sanierungsstau und großem Handlungsbedarf." Für jede Halle hatte er eine Matrix erstellt. In ihr wurden verschiedene Elemente bewertet. Dazu gehörten die Gebäudehülle, die Haustechnik und die Ausstattung des Innenbereichs. Die Wichtigkeit der Sanierungen wurde mithilfe eines Punktesystems errechnet.

Die Kreuzerfeldhalle, gebaut im Jahr 1967, erlangte die höchste Priorität. Dies begrüßten die Gemeinderäte. "Der Handlungsbedarf wurde eindrucksvoll aufgezeigt", sagte CDU-Rat Norbert Vollmer. Dieser Meinung war auch Margarete Nohr (SPD). Gleichzeitig wünschte sie sich ein durchdachtes "Gesamtkonzept." Auf dem Kreuzerfeld müsse nicht nur die Halle saniert werden. Außerdem benötigt die Realschule eine neue, größere Mensa und der Grundschule wurde vor zwei Jahren ein Anbau versprochen. "Da können wir nicht bis 2023 warten, das muss früher geschehen", zeigte sich die Stadträtin überzeugt. Dem stimmte Emanuel Peter (Linke) zu.

Eine solche Konzeption solle laut Oberbürgermeister Stephan Neher noch dieses oder nächstes Jahr ausgearbeitet werden: "Aus diesem Grund wird das Areal rund um den Sportplatz am Kreuzerfeld untersucht." Der Neubau der Grundschule soll an die Stelle kommen, wo heute der Pavillon steht.

"Wir wollen eine Schul- und Sportstadt sein, dann muss aber das Kreuzerfeld vorgezogen werden", unterstützte Peter Cuno (WiR) seine Vorredner. OB Neher erinnerte daran, dass ein zeitlicher Fahrplan schon festgelegt wurde: "Wir benötigen auch Geld aus dem Haushalt. Da sind wir gerade mal bei der Umsetzung des vierten Hallenkonzepts." Ihn unterstützte Bürgermeister Hendrik Bednarz: "Wir kommen in Teufels Küche, wenn wir das alles nicht finanzieren können."

Das Nötigste wird an der Kreuzerfeldhalle saniert. Es ist eine Übergangslösung, bevor der Bau abgerissen und ein neuer errichtet wird. Auch in Wurmlingen kann noch zwischen einer Generalsanierung oder einem Neubau entschieden werden. In Kiebingen kommt die Generalsanierung, in Ergenzingen die Modernisierung und Sanierung. Ebenso steht es um die Otto-Locher-Halle, die noch am jüngsten ist und am Ende der Prioritätenliste steht.