Rottenburg

"Minikreisverkehr" für Ergenzingen

von Alexandra Feinler

Ein Kreisverkehr soll an der ehemaligen B 14 in Ergenzingen entstehen, das gab die Stadtverwaltung bei der Gemeinderatssitzung bekannt.

Rottenburg-Ergenzingen. Der "Minikreisverkehr" mit einem Durchmesser von 15,5 Metern könnte bereits im August in Angriff genommen werden, sollte die Ausschreibung erfolgreich sein. Bereits 2014 sei die gefährliche Kreuzung Thema im Gemeinderat gewesen. Immer wieder komme es zu Problemen, weshalb eine Lösung gesucht wurde. Jürgen Klein vom Tiefbauamt stellte die vier Möglichkeiten vor, die die Auberlingstraße, Stuttgarter Straße und Utta-Eberstein-Straße miteinander verbinden soll.

Ein "Minikreisverkehr" zu installieren, stellte sich letztendlich als beste Möglichkeit heraus. "Er stellt eine leistungsfähige Lösung dar", erklärte Klein. Die Bauzeit sei auf fünf Monate angesetzt und die Kosten seien mit 340 000 Euro im Haushalt vorgesehen. Zu bedenken sei, dass der Randstein immer wieder saniert werden müsse, weil Busfahrer diesen erfahrungsgemäß touchieren würden.

Für die Maßnahme sei eine Vollsperrung von Nöten. Gemeinderatsmitglied und Baisingens Ortsvorsteher Horst Schuh (CDU) sprach sich dafür aus, dass die Maßnahme nicht zeitgleich mit dem Umbau des Autobahnzubringers umgesetzt werden sollte. "Das sind zwei wichtige Straßen, die sollten nicht gleichzeitig umgebaut werden", wies er auf das vorprogrammierte Verkehrschaos hin.

Erster Bürgermeister Thomas Weigel sah dies eher kritisch an, denn die Maßnahme könne nicht günstig und gleichzeitig schnell umgesetzt werden. "Wenn wir Vorgaben für den Zeitraum machen, dann müssen wir das teuer bezahlen", war er sich angesichts der Hochkonjunktur sicher.

Peter Cuno (WiR) wunderte sich, warum ein Kreisverkehr bisher immer abgelehnt worden sei und nun in Frage komme. Der Ergenzinger Ortsvorsteher Reinhold Baur (CDU) sprach sich für die schnelle Umsetzung des Kreisverkehrs an der Problemkreuzung aus. Einstimmig wurde der Minikreisverkehr beschlossen.