Rottenburg

Im Herbst 2019 soll der Neubau stehen

von Angela Baum

Den Startschuss für den Neubau der Grundschule auf dem Hohenberg gaben die Verwaltungsspitze sowie zahlreiche Kinder, die am Dienstagnachmittag auf dem Hohenbergareal neben der Werkrealschule zum Spaten griffen.

Rottenburg. 9,2 Millionen soll der Neubau kosten, auch wenn die Kinder auf die Frage von Oberbürgermeister Stephan Nehers hin den Schulhausneubau auf nurmehr einige tausend Euro schätzten.

Bereits im September kommenden Jahres soll der Neubau stehen – eine sportliche Zeitvorgabe, wie allgemein anerkannt wurde. Die Reden zum ersten Spatenstich hielten sich kurz, im Mittelpunkt standen die Aufführungen der Kinder. Rektorin Hedwig Burkhardt betonte, sie hoffe dass das Budget ausreichen wird, um die Schule auch in den Innenräumen schön auszugestalten. "Denn dann können wir methodisch und didaktisch auf dem neuesten Stand arbeiten."

Oberbürgermeister Neher korrigierte im Anschluss nicht nur die recht niedrige Schätzung der Baukosten durch die Kinder. Er wies auch darauf hin, dass aufgrund der momentan heftig ansteigenden Baukosten diese unter Umständen etwas höher ausfallen könnten als geplant.

Im neuen Schulgebäude wird es pro Schülerjahrgang eine Etage im Schulgebäude geben. Mehr Platz also für die Schüler, Lehrer und auch für die Ganztagesbetreuung durch den Verein Mokka (Mobile Kinder-Kulturarbeit). Da der Platz für eben die Ganztagesbetreuung nicht ausreichte, fällte der Gemeinderat bereits im Jahr 2016 den Beschluss, den alten und in die Jahre gekommenen Grundschulpavillion abzureißen und an seiner Stelle eine neue dreizügige Schule für maximal 340 Schüler zu bauen. Der ursprüngliche Grundschultrakt wird der unter beengten Verhältnissen leidenden Hohenberg-Werkrealschule zugeschlagen. Zudem wird der Altbau modernisiert.

Architekt Olaf Hübner stellte den Neubau den Lehrern, Schülern und auch den anwesenden Eltern vor. So wird im Erdgeschoss des Neubaus die Verwaltung unterkommen, zudem die Gemeinschaftsräume und der Musiksaal. Dieser kann bei Bedarf auch zu einem großen Festsaal erweitert werden. Das Gebäude ist lang gezogen und etwas versetzt konzipiert. Auf das linke und rechte Ende kommen zwei zusätzliche Stockwerke mit jeweils einem Treppenhaus und einem Aufzug. Jede Klassenstufe wird ihre eigene Etage bekommen. Der zentrale Eingangsbereich der Grundschule wird nicht überbaut, sondern bekommt einen Dachgarten, der auch als Freiluftklassenzimmer genutzt werden kann.

Hübner hofft, dass die große Linde auf dem Schulhof die Bauphase überstehen wird. Denn bereits in den Osterferien stand für die Linde Baumpflege an, zudem wurden Ersatz-Nistmöglichkeiten für Fledermäuse und für Vögel geschaffen. Seit Anfang Mai ist der Pavillon abgerissen, und auch die Fernwärmeleitung für den Kindergarten, die Krippe und die Grundschule sowie die Leerrohre für Elektroleitungen sind bereits verlegt. Im März 2019 soll Richtfest gefeiert werden.