Rottenburg

Großer Frust am Friedhof

von Klaus Ranft

Der in mehreren Sanierungsphasen steckende Friedhof von Ergenzingen steht mangels vernünftiger Parkmöglichkeiten wieder einmal in der Kritik.

Rottenburg-Ergenzingen. Nachdem in der vergangenen Woche eine große Trauergemeinde einen Bürger zu Grabe trug, es dazu noch regnete, wurde das Dilemma deutlich.

Es gibt für solche Anlässe zumindest derzeit einfach zu wenig Parkplätze. Die Parkmöglichkeiten am Haupteingang des Friedhofes wurden zudem von Dauerparkern missbraucht und am hinteren Eingang wurde das Parken im wahrsten Sinne des Wortes zu einer dreckigen Angelegenheit. Nach Verlassen ihres Autos standen die Trauergäste knöcheltief im Schlamm.

Viele Bürger machten daraufhin ihrem Ärger Luft und die Worte "Sauerei" und "das ist doch der letzte Friedhof" zählten noch zu den vornehmeren.

Was aber niemand verstehen will, ist die Tatsache, dass man die Straße zum Hintereingang zwar gebaut hat, die Parkplätze aber nicht. "Das hätte man gleich mitmachen können", sagten Jakob Huber und Hubert Nisch. Wenn der Parkplatz mal gebaut wird, muss man die Baustelle neu einrichten und auch das kostet Geld, meinten beide übereinstimmend.

Da die Volksseele hochkochte, bekam auch gleich der Ortschaftsrat von einigen Bürgern sein Fett ab: "Was tun denn die auf dem Rathaus?" Zu deren Ehrenrettung sei allerdings gesagt, dass die Rätinnen und Räte sich für eine weitere Sanierungsphase entschieden und vorgeschlagen haben, das auch für das Jahr 2019 für den Friedhof weitere 150 000 Euro im Haushalt ihren Niederschlag finden.