Rottenburg

Geschichtsträchtige sportliche Erfolge erzielt

von Lilia M. Steinmetz

Rottenburg. Der Turnverein Rottenburg musste sich 2018 manchen Herausforderungen stellen, wie etwa der Sanierung des Sportparks. Trotzdem blickt er auf ein Vereinsjahr zurück, in dem es auch große Erfolge zu verzeichnen gab. Am Abend der diesjährigen Mitgliedervesammlung des Turnvereins ist das Haus der Bürgerwache voll besetzt. Alle sind gekommen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. 2018 war sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne ereignisreich gewesen.

"Eine emotionale Talfahrt" nennt es Vorsitzender Klaus Maier. Er zeigt das Bild eines Lachgesichtes und sagt dazu: "Unsere sportlichen Erfolge 2018 waren geschichsträchtig. Unser U-16-Volleyballteam gewann die Deutsche Meisterschaft und nur vier Wochen später brachte die U-14-Volleyballmanschaft ebenfalls den Deutschen Meistertitel nach Rottenburg. Zweimal Deutscher Meister in einem Jahr, das hat es in unserer Vereinsgeschichte noch nie gegeben." Nun hebt er das Bild eines traurigen Gesichtes hoch. "Wir hatten aber auch Vieles, worüber wir uns ärgerten." Ein großes Problem stellt die Hallennot dar. "Unsere Mitgliederzahl hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdoppelt. Aktuell haben wir 4363 Mitglieder." Dass der Verein mehr Platz benötigt, zeigt sich daran, dass Sportinteressierte manchmal abgewiesen werden müssen, weil nicht genügend Hallenkapazität vorhanden ist. "Selbst Herzkranke müssen wir im Herzsport auf die Warteliste setzen", sagt Maier.

Auch die Erweiterung des Sportparks, die 2018 ihren Beginn nehmen sollte, liegt vorerst auf Eis, da die Grundstückspreise zu hoch sind.

Im Winter 2017/18 hat es zudem einen Wasserschaden im Sportpark gegeben. "Es tropfte Wasser aus der Decke, sodass wir die Duschräume und Saunen erst sperren und dann sanieren mussten", erinnert Maier. Und trotz dieses Problems ist der Sportpark ausgelastet. Maier: "Wir sind zufrieden." Der Sportpark ist ein wichtiger Bestandteil der Stadt Rottenburg und wird vom Gemeinderat unterstützt. "Er ist das Aushängeschild der Stadt", sagt Oberbürgermeister Stephan Neher.

Das Thema Ehrenamt wird ebenfalls aufgegriffen. Denn auch im Turnverein ist die landesweite Tendenz eines Rückganges ehrenamtlicher Arbeit spürbar. "Es wird immer schwerer, Mitglieder zu gewinnen, die sich im Verein engagieren", sagt Maier. "Aber wir sind auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Die Solidarität mit der Gemeinschaft muss wieder mehr in den Vordergrund rücken."

Ein weiterer Aspekt ist die neue Datenschutzgrundverordnung. Diese bereitete dem Verein im vergangenen Jahr eine Menge Arbeit. "Sie ist ein bürokratisches Monstrum", sagt Maier. Ina Kette wurde zur Datenschutzbeauftragten ernannt und die Vereinssatzung von 2012 wurde angepasst. In diesem Verlauf mussten drei Paragrafen der Satzung verändert und zwei neu hinzu genommen werden.

Zum Schluss wurden Ehrungen vorgenommen. Geehrt wurden 18 Personen für ihre 25-jährige Mitgliedschaft, zehn Personen für ihre 40-jährige Mitgliedschaft, drei Personen für ihre 50-jährige Mitgliedschaft und zwei Personen, darunter ehemaliger Vorsitzender Alfons Lux, für ihre 70-jährige Mitgliedschaft. Faustballspieler Egon Hartrampf wurde für sein reges Engagement im Vereinsleben zum Ehrenmitglied ernannt.