Rosenfeld

Wege und Treppen werden gerichtet

von Lorenz Hertle

Nicht nur Stuttgart ist für seine "Stäffele" bekannt – auch Rosenfeld hat zahlreiche "Stäpfele" aufzuweisen. Einige von ihnen werden stark begangen, sind aber ramponiert und sollen jetzt saniert werden. Der Gemeinderat hat sein Okay dazu gegeben.

Rosenfeld. Mehrere Wege führen von der auf dem dreieckigen Bergsporn gelegenen Altstadt in die Pfingsthalde, zum Rosen- und Skulpturengarten oder zum Sofienbad.

Das Ingenieurbüro Gfrörer hatte Pläne für vier Fußgängerverbindungen angefertigt. Der Ausschuss für Technik und Umwelt hatte Änderungsvorschläge formuliert, die in die Pläne eingearbeitet wurden. Auch das Rosenfelder Gremium hat die Sanierung der Wege und Treppen befürwortet.

Eine Treppe führt vom Rote-Halde-Weg in die Pfingsthalde. Laut Tobias Knaisch vom Büro Gfrörer ist sie wegen der geringen Steigung schlecht zu begehen und wird durch eine neue, bestehend aus Treppenstufen aus Granit kombiniert mit Betonpflaster, ersetzt. Die Stufen wechseln sich ab mit Podesten, um eine bessere Steigung zu erzielen. Die Breite soll bei 80 Zentimetern bleiben.

Nicht in bestem Zustand ist auch die Verbindung zwischen Schlossstaffel, Grabengässle und dem Unteren Rank in Richtung Rosen- und Skulpturengarten. Stufen bröckeln; der Belag ist uneben. Hier ist geplant, die Treppe hinunter zur Landesstraße 415 zurückzubauen und den Weg zu verlängern. Das Regierungspräsidium Tübingen als zuständige Behörde für die L 415 hat laut Stadtverwaltung schon einer geänderten Anbindung zugestimmt. Ein Vorteil der neuen Wegeführung: Im unteren Teil gibt es keine Stufen, so dass der Bauhof den Pfad befahren kann.

Auch die Treppe von Schulzentrum hinunter zum Sofienbad soll hergerichtet werden, ebenso der Fußweg vom Stadtgraben in die Pfingsthalde. Nicht Bestandteil der Ausschreibung war eine kleine Brücke, die durchgefault ist und erneuert werden soll. Diese wird separat ausgeschrieben.

Fünf Firmen sind im Rahmen der Ausschreibung aufgefordert worden, ein Angebot abzugeben. Als einzige hat die Firma Norbert Müller Gärten und mehr aus Haiterbach eine Offerte eingereicht. Dieses Unternehmen aus dem Nordschwarzwald hatte vor Jahren auch den Zuschlag für den Rosen- und Skulpturengarten erhalten. Der Gemeinderat vergab die Arbeiten zum Angebotspreis von 180 655 Euro. Im Haushaltsplan sind für die Sanierung der Fußwegeverbindungen 300 000 Euro eingestellt. Anfang Juni sollen die Bauarbeiten beginnen und bis Ende November abgeschlossen sein.