Rosenfeld

Die Handwerkskunst bewundert

von Schwarzwälder-Bote

Handwerkskunst im Schwarzwald ist das Thema der schon traditionellen Info-Fahrt des Fremdenverkehrvereins gewesen.

Rosenfeld. Mit fast 50 Teilnehmern war die eintägige Kultur-Tour wieder schnell ausgebucht. Erstmals waren auch Übernachtungsgäste aus Nordrhein-Westfalen dabei. Im nahen Schwarzwald wurde in drei Abschnitten an das heimische Uhrmacherhandwerk, an die Orgelbaukunst und an die Zimmermannsarbeiten beim Bau der Schwarzwaldhäuser und der Schwarzwälder Mühlen erinnert.

Drei große "H" waren und sind die wichtigsten Elemente dieser Kernregion: Hirn für den regen Tüftlergeist der Schwarzwälder, Holz für die prägende Holzwirtschaft und Handwerk für die Fähigkeiten und Fertigkeiten bei der Herstellung von Kulturgut.

So war die Führung durch das Orgelbaumuseum Waldkirch für die Reisegruppe sehr eindrucksvoll. Die umfangreiche Sammlung mechanischer Musikinstrumente im barocken Schlossbau aus dem 18. Jahrhundert dokumentierte ihnen die heimische Geschichte des Orgel- und Musikwerkbaus. In seinem Spektrum waren zahlreiche Konzert- und Jahrmarktsorgeln, Drehorgeln sowie große Orchestrions mit beeindruckender Klangfülle zu bewundern. Die Waldkircher Orgelbaumeister sorgen seit mehr als 200 Jahren mit ihren Kunstwerken für höchste Wertschätzung des Handwerks. Eindrucksvolles Beispiel für Schwarzwälder Tüftlergeist ist Ignaz Bruder (1780 bis 1845): Als Maurergeselle und Autodidakt wurde er zum Urvater der Waldkircher Orgelbaumetropole und zum wichtigen Musikwerkbauer.

Zimmermannsarbeit war auch ein Thema bei der Führung durch die Historische Ölmühle mit Getreidemühle im Simonswälder Tal, in bodenständiger Handwerkskunst 1712 erbaut im Stil eines Schwarzwaldhauses. Die noch heute voll funktionsfähigen Mühlengewerke aus Holz wurden durch fachkundige Führer in Betrieb genommen.

Die Route der Info-Fahrt entlang der Deutschen Uhrenstraße würdigte auch das heimische Uhrmacherhandwerk: Schramberg, Gütenbach und Furtwangen waren die Stationen. Beeindruckend dabei, dass das benachbarte Schramberg mit namhaften Herstellern und zeitweise mehr als 3000 Beschäftigten der größte Uhrenhersteller der Welt war.