Rosenfeld

Der Ofen muss nicht kalt werden

von Lorenz Hertle

Niemand, der mit Holz heize, müsse in diesem Winter frieren, versichert Christian Beck, Leiter des Bereichs Balingen im Forstamt des Zollernalbkreises. Jedoch werde im Bereich Rosenfeld weniger Laubbrennholz zur Verfügung stehen.

Rosenfeld. Weil durch die Sturmereignisse im Januar und die lang anhaltende Trockenheit große Mengen an Nadelholz auf dem Markt sind, verzeichnet das Forstamt niedrige Preise. "Wir wollen nicht das gute Rosenfelder Holz auf den überfüllten Markt werfen", sagt Beck. Denn dieses sei das Hauptprodukt aus dem Staatswald rund um die Stadt. Deswegen gelte in diesem Jahr ein Stopp des Nadelholzeinschlags.

Laubbrennholz, das bei den Verbrauchern stark gefragt ist, wird nach seinen Angaben nur begleitend zu Nadelholzeinschlägen geerntet. Ein separater Nadelholzeinschlag sei aus Gründen der pfleglichen Behandlung der Bestände nicht sinnvoll.

Aus diesen Gründen kann Brennholz im kommenden Winter nicht im gewohnten Umfang bereitgestellt werden. Der Schwerpunkt der Holzernte wird sich, Stand jetzt, in das dritte und vierte Quartal 2019 verschieben. Prioritär werden laut Beck derzeitig noch offene Bedarfsanmeldungen aus dem Jahr 2017 bedient.

Wer im Wald Brennholz aufarbeiten will, muss sich deshalb in diesem Jahr gedulden. Beck sieht aber für die Heizperiode 2018/2019 noch keine Auswirkungen: "Brennholz sollte zwei bis vier Jahre lagern, bevor es in den Ofen wandert." Einen Ausgleich für den Einschlagstopp wird es seiner Einschätzung nach im kommenden Jahr geben.

Als Alternative zu Buche oder Eiche empfiehlt Beck Nadelholz: "Das hat sogar einen höheren Heizwert, ist aber schwerer zu spalten." Nach seinen Angaben stehen größere Mengen an Käferholz bereit. Doch würden die Leute lieber zu Laubbrennholz greifen. Ansonsten stünden Brennholzhandelfirmen bereit – wenn auch zu höheren Preisen.