Rosenfeld

Das Wetter lässt die Besucher kalt

von Julia Plocher

Rosenfeld-Leidringen. Schon um Acht Uhr herrscht reger Betrieb auf den Straßen von Leidringen, um Zehn sind die Parkplätze voll. Zweimal im Jahr, im Mai und August, findet der traditionelle Krämermarkt statt und gilt als Highlight im kleinen Leidringen. Vom gesamten Kreis Rottweil, Balingen und sogar Horb zieht es die Leute in das Dorf. Und das aus gutem Grund: Der Markt hat ein vielfältiges Angebot. Egal ob Schmuck, Putzmittel, Kleidung, Spielsachen und Brillenputztücher, jeder wird fündig. "Das Kauferlebnis ist auf dem Markt besonders", erläutert der Verkäufer Roland Kosicki, der jedes Jahr seinen Stand dort aufstellt. "Es gibt Sachen, die sonst nirgends zu finden sind."

Das Schlemmerangebot steht dem in nichts nach. Bratwürste, Rollbraten und Spanferkel lassen das Herz der Fleischliebhaber höher schlagen. Auch der Vegetarier muss nicht hungern, er hat die Wahl zwischen Pommes, Salaten und vielem mehr.

Wie jedes Jahr bewirtet wieder der Motorsportklub Leidringen. "Seit ungefähr 23 Jahren kümmern wir uns um die Besucher, und es kommen immer mehr Gäste", erklärt Andy Meboldt, Mitglied des MSC. Der Umsatz steige stetig an, darüber freuen sich die Motorsportliebhaber. Während des Essens spielen die "Heilige3Zemmerner" ihre Lieder.

An vielen Ecken strömt der süße Duft von gebrannten Mandeln und Magenbrot in die Nase. Bleibt der Besucher stehen, fallen ihm die witzigen Sprüche auf den Lebkuchenherzen ins Auge. Das Angebot reicht von "Schnuckerl" bis "Lausbub".

Wer an den Buden vorbeiflaniert, spürt die heimelige Atmosphäre, die der Markt versprüht. Überall treffen sich Bekannte und Freunde zum Reden und Lachen. Der Markt ist eine gute Gelegenheit, sich mal wieder auszutauschen.

"Hier lernt man viele Leute kennen," freut sich der Softeisverkäufer Walter Luksch, der gerade eine Runde zu den anderen Ständen dreht. "Die Verkäufer helfen sich gegenseitig und haben ein gutes Verhältnis zueinander. Und auch die Stadtverwaltung trägt dazu bei, dass der Krämermarkt immer ein voller Erfolg wird", sagt er.

Nur eine Sache betrübt Luksch: das regnerische Wetter. Davon lassen sich aber die Besucher nicht abhalten und schlendern mit Regenschirm in der Hand weiter. Der Himmel klart auch schon wieder auf.

Denn wie Andy Meboldt ein altes Sprichwort zitiert: "Am Markt regnet es nicht!"