Rosenfeld

621 000 Euro von Land für Rosengarten

von Lorenz Hertle

Eine Übersicht über die Kosten der abgeschlossenen Baumaßnahmen erhält der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 18. Oktober. In der Liste verbergen sich manche Überraschungen.

Rosenfeld. So sind beim neuen Kanal von Leidringen zur Kläranlage Rosenfeld Mehrkosten von 40 877 Euro gegenüber der Kostenberechnung von 848 000 Euro entstanden. Von den 888 877 Euro Baukosten entfielen 90 850 Euro auf Ingenieurleistungen. Nach Angaben des Bauamts wurde mehr Geld ausgegeben, weil auf einem größeren Streckenabschnitt wegen einer Kabeltrasse die Feldwege höher angelegt und alle angrenzenden Grundstücke angeglichen werden mussten. Das Land hatte 803 000 Euro beigesteuert.

Um 133 428 Euro niedriger fielen die Kosten für die Kanalsanierung in Heiligenzimmern aus, weil in der veranschlagten Bausumme noch Kanalbaumaßnahmen in Rosenfeld enthalten waren, die zurückgestellt wurden. Von den ausgegebenen 315 107 Euro entfielen 21 868 Euro auf Architekten- und Ingenieurleistungen.

Rund 516 000 Euro sollte die Erschließung des vierten und fünften Bauabschnitts im Gebiet "Rosenfeld-West" kosten. Ausgegeben wurden für Kanal-, Straßen- und Wasserleitungsbau 451695 Euro. Der Grund sind günstige Angebote ohne hohe Kosten für die Abfuhr von unbelastetem Bodenaushub. Fast auf den Punkt genau ist die Kostenberechnung für den Rosen- und Skulpturengarten eingehalten worden, der im Dezember 2015 fertiggestellt worden ist. Berechnet worden waren 1,02 Millionen Euro; der Abrechnungsbetrag liegt um 20 593 Euro höher.

Nicht alle Ausstattungskosten waren in der Berechnung enthalten. Somit belaufen sich die Gesamtkosten auf knapp 1,1 Millionen Euro. 181 790 Euro gingen an Architekten- und Ingenieurbüros. Die Stadt Rosenfeld hat aus dem Landessanierungsprogramm insgesamt 621 000 Euro für den Rosen- und Skulpturengarten erhalten.

Mehrere kleine Bauvorhaben betreffen die Friedhöfe. So kostete die Fassadensanierung der Rosenfelder Friedhofshalle 8376 Euro weniger als die veranschlagten 30 345 Euro. Auch in Leidringen liegen die Kosten der Friedhofshallensanierung niedriger als die berechneten 16 000 Euro. Dafür kostete die Sanierung des Vorplatzes vor der Friedhofshalle Rosenfeld fast das Doppelte der berechneten Bausumme von 17 850 Euro, weil die gesamte Betonplatte entfernt werden musste.

Teurer wurde auch die Vorplatzsanierung in Leidringen, nämlich um rund 15 600 Euro; berechnet waren 77 707 Euro. Der Grund waren Schichtwasser aus dem Hang und unvorhergesehene Schäden an Kanalleitungen. Weniger als geplant kostete die Wegesanierung auf dem Friedhof Täbingen, während die Reparatur der Brittheimer Friedhofsmauer mit 27 662 Euro zu Buche schlug, 6785 Euro mehr als erwartet.

40 000 Euro waren für die Sanierung des Stadtmauerstücks bei der Rosenfelder Schillerlinde im Haushalt eingestellt, berechnet waren 39 524 Euro, ausgegeben wurden 61 632 Euro. Der Umfang der Arbeiten war größer als gedacht.

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf sparsame LED-Leuchten kostete bis dato 136 731 Euro und wurde um 7724 Euro teurer, weil zusätzliche Arbeiten an den Masten und der Verkabelung mit erledigt wurden. Die Stadt hat aus dem Bundesprogramm "Nationale Klimaschutzinitiative" 29 007 Euro für die Umstellung erhalten.

Weniger als gedacht kosteten die Lernwerkstatt in der Grundschule Leidringen, die Sanierung des Rathauses Bickelsberg und die der Zufahrt zur Häsel.

Mehrkosten gab es bei den neuen Kücheneinrichtungen in der Kita Regenbogen und in der Turnhalle Heiligenzimmern.