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Heuschnupfen: Pollen verstärkt unterwegs

von (jm)

Region - Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad bescheren uns derzeit gute Laune. Doch das lang ersehnte Frühlingswetter bringt auch die weniger erfreulichen Pollen mit, unter denen viele Allergiker leiden.

Eine laufende oder verstopfte Nase, juckende Augen oder häufiges niesen: Betroffene, die beispielsweise allergisch auf Birken-, Hasel-, oder Gräserpollen reagieren, können ein Lied davon singen. In den letzten Jahren hat die Zahl der Allergiker deutlich zugenommen. Der Ärzteverband Deutscher Allergologen schätzt, dass heute bereits 24 bis 36 Millionen Menschen in Deutschland sensibilisiert sind, insbesondere auf Birken- und Gräserpollen.

Birkenpollenbelastung nimmt zu

Besonders im April müssen Betroffene leiden, denn in diesem Monat werfen die meisten Bäume ihre Pollen ab, so Guido Fischer vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg. In den nächsten Wochen werden viele vor allem mit Birkenpollen zu kämpfen haben. Sie sind in diesen Tagen verstärkt unterwegs. Durch den kalten Februar und März gibt es nun einen kleine Explosion. Etwa drei Wochen lang blüht die Birke. Wer denk dieses Jahr seien die Birkenpollen verspätet dran, irrt. "Letztes Jahr hatten wir um diese Zeit eine ähnlich hohe Belastung von Birkenpollen", so Fischer.

Der Deutsche Wetterdienst bietet einen Pollenflug-Gefahrenindex an. Hier lässt sich die Belastung der verschiedenen Pollen am jeweiligen Ort am aktuellen, nächsten und übernächsten Tag einsehen:

Hasel- und Erlenpollen waren dagegen schon vereinzelt zwischen Januar und März unterwegs. Mit ihnen muss man nicht mehr rechnen. Unter anderem bei der Eiche und der Kiefer ist die Belastung im Mai am stärksten. Gräser und Getreide hingegen haben ihre Hochphase im Juni und Juli.

Eine pauschale Aussage, welche Pollen im Schwarzwald vermehrt unterwegs sind, lasse sich nicht treffen, sagt Guido Fischer. Der Pollenflug sei abhängig von der Zusammensetzung der Vegetation und auch kleinräumige, klimatische Einflüsse würden die Entwicklung der Pflanzen beeinflussen.

Was können Betroffene beachten?

Wer sich mit Heuschnupfen herumschlagen muss, kann trotzdem einige Dinge beachten, um die Beschwerden zu lindern. Es ist zum Beispiel ratsam, seine Haare vor dem Schlafengehen zu waschen, damit man die Pollen nicht mit ins Bett nimmt und die ganze Nacht einatmet.

Auch das Lüften zur richtigen Tageszeit spielt eine Rolle. In der Stadt gibt es in der Zeit zwischen 6 und 8 Uhr die niedrigste Pollenbelastung. Auf dem Land hingegen zwischen 18 und 24 Uhr. Zu diesen Uhrzeiten empfiehlt es sich also, zu lüften. Auch geeignete Fensterschutzgitter können Pollen abhalten.