Razzia

Polizei sprengt Mädchenhändler-Ring

von (dpa)

Stuttgart/Singen - Mit einer Großrazzia hat die Polizei mutmaßlichen Mädchenhändlern eines kosovarischen Familienclans das Handwerk gelegt. Wie das Landeskriminalamt am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, durchsuchten rund 150 Einsatzkräfte am Dienstag 14 Wohnungen in Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen. Razzien gab es auch in Frankreich und Belgien.

Vorangegangen waren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Konstanz gegen 22 Personen wegen des Verdachts des Menschenhandels, der Vergewaltigung und Freiheitsberaubung.

Im Raum Singen wurden demnach vier Hauptverdächtige im Alter zwischen 18 Jahren und 57 Jahren festgenommen. Die Familie soll etwa 50 Mädchen illegal unter anderem nach Deutschland gebracht haben, um sie "sklavenartig" auszubeuten. Die Mädchen sollen vor allem aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien gekommen sein.