Ratshausen

Sanierung nach Hangrutsch an der Schlichem

von Bernd Visel

Ratshausen - Raupendumper, Bagger, 40-Tonner und Radlader: Mit schwerem Gerät ist die Ratshausener Firma Koch im Einsatz, um den Rutschhang an der Schlichem zu sanieren und das Bachbett auszuräumen. Auch das THW ist vor Ort.

"Gefahr im Verzug. Sofortmaßnahmen nötig": So heiß es vor wenigen Tagen als die Hangrutschung im Bereich Vorderer Wiesenweg an der Schlichem bekannt geworden ist. Bürgermeister Heiko Lebherz fürchtete, dass weitere Erdmassen abrutschen und sich so in der Schlichem ein Damm bilden könnte. "Im schlimmsten Fall müssen wir mit einer Schlammlawine rechnen."

Daher wurden Sofortmaßnahmen eingeleitet, abgerutschte Bäume und Sträucher aus dem Bachbett geholt und der Hang gesichert. Seit gestern ist ein Raupendumper im Einsatz, mit dem das Material aus der Schlichem den steilen Berg hochgefahren wird.

Sebastian Dörflinger steuert das Raupenfahrzeug, das elf Tonnen Schlamm und Geröll pro Fahrt fasst: "Das ist auch für uns kein alltäglicher Einsatz", sagt er. Ausgebaggert wird das Bachbett vom Rutschhang aus rund 100 Meter weit in Richtung Hausen am Tann. "Da haben wir noch ein bisschen zu tun."

Vor Ort sind aber auch Mitglieder des THW, das am Rutschhang ein Einsatzsicherungssystem eingerichtet hat. Acht Messpunkte sind installiert worden, sagt Florian Schwertle vom THW Ofterdingen, der am Donnerstag zusammen mit seinen Kollegen Alexander Fuchs und René Adler vom THW Kirchheim/Teck die Aufsicht hat. "Alle 30 Sekunden werden Messwerte geliefert. So kann laufend beobachtet werden, ob sich am Hang was tut." Dieses System diene einzig der Sicherheit der Arbeiter, die mit ihren Geräten im Einsatz sind.

Das in Ratshausen installierte System, von dem es in Deutschland nur 20 Stück gibt, stammt vom THW-Geschäftsführerbereich Tübingen, dem die Ortsverbände Tübingen, Ofterdingen und Münsingen angehören.