Rangendingen

Hexenchef fordert mehr Disziplin

von Roland Beiter

Rangendingen. Die Freude bei den Mönchsgrabenhexen in Rangendingen auf die nächste Fasnetsaison ist groß: Sie werden ihren 15. Geburtstag mit einem großen Fest und einem Jubiläumsumzug feiern.

Es läuft gut bei den Mönchis, wie die Hexen in der roten Bluse in der Kurzform in Rangendingen genannt werden. Der Vorsitzende Andre Schneider bezeichnete den Zusammenhalt in der Gruppe als sehr gut, der auch nach außen gut präsentiert werde. Dennoch forderte er von seinen Hästrägern – 60 an der Zahl und damit ist die Gruppe voll besetzt – mehr Disziplin, vor allem bei der Häsordnung und bei den Umzügen.

Leider müsste heute vieles, was früher selbstverständlich gewesen sei, "festgenagelt und in der Satzung geregelt werden", stellte er fest. Dies sei zwar "Meckern auf hohem Niveau", doch trotzdem wurde die Satzung einstimmig von der Versammlung entsprechend geändert.

Gleichzeitig wurde die Hexenordnung in eine Vereinsordnung umgewandelt. Damit, so Schneider, sei man nun flexibler, beispielsweise in der Aufnahme neuer Narrenfiguren. Auch die Beträge wurden erhöht: Aktive bezahlen jetzt 80 anstatt 25 Euro, wobei diese Summe auch die Saisonkarte beinhaltet. Der Familienbeitrag entfällt. Kinder bezahlen zukünftig 5 Euro. Der Beitrag für Passive bleibt bei 20 Euro.

Von Hexenmeister Patrik Schröder war zu erfahren, dass die Hexengruppe bei insgesamt 19 Veranstaltungen vertreten war. Vier Mal wurde bei Zunftabenden der Hexentanz aufgeführt. Sehr gut funktioniere auch die Kinderbetreuung mit Osterbasteln, einem Ausflug und dem Weihnachtsbasteln sowie dem Kinderhexentanz. Die beiden Betreuerinnen Steffi Wiest und Bettina Haug wurden für ihre Arbeit mit den Kindern mit einem Blumenstrauß vom Vorsitzenden bedacht.

Bürgermeister Johann Widmaier lobte die Mönchsgrabenhexen für deren Solidarität mit der Familie Ammon, die alle Mitglieder des Vereins sind. Sie hatten in der Silvesternacht durch einen Brand ihr Wohnhaus verloren.

Bei den Wahlen wurde Andre Schneider einstimmig in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Hexenmeister bleibt Patrik Schröder. Alexander Morlok, Annika Zeidler und Jürgen Dieringer wurden als Beisitzer wiedergewählt. Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden Daniela Frey-Minikel und Oliver Braun geehrt. Auch die Hexenwagenfahrer Florian und Johann Dieringer wurden mit einem Präsent bedacht. Die Mönchsgrabenhexen läuten am 13. Januar mit dem Aufstellen des Hexenbesens in der Ortsmitte die Fasnetsaison 2019 in Rangendingen ein. Der Ball zum 15. Jubiläum findet am 18. Januar statt, der Umzug dann am Sonntag, 20. Januar.