Pfalzgrafenweiler

Günter Bauer übergibt den Führungsstab

von Sabine Stadler

Pfalzgrafenweiler. Personelle Veränderungen an der Führungsspitze kennzeichneten die Hauptversammlung des Krankenpflegevereins Pfalzgrafenweiler. Günter Bauer gibt nach 16-jährigem Vorsitz sein Mandat ab, Ute Wittlinger übernimmt.

Günter Bauer trat als Noch-Vorsitzender letztmals vor das Mikrofon und berichtete den zahlreich erschienenen Mitgliedern im evangelischen Gemeindehaus über das abgelaufene Geschäftsjahr. Wichtig war ihm zu erwähnen, dass 15 ehrenamtliche Mitglieder seitens der ambulanten Hospizgruppe Besuche im häuslichen Umfeld und in den Pflegeheimen übernehmen. Dabei steht die menschliche Beziehungspflege am Lebensende oder in Pflegephasen im Vordergrund. Der Krankenpflegeverein unterstützt die Sozialstation und will auch die Rahmenbedingungen zugunsten der Pflegenden und ihrer Angehörigen verbessern. Dabei sind sowohl die hauptamtlich als auch die ehrenamtlich Tätigen wichtig.

Im zweiten Teil seiner Ansprache ging Bauer auf seine Tätigkeit als Vorsitzender ein, die am 7. Juni 2002 ihren Anfang nahm. Hilde Gall hatte ihn damals angesprochen. Als "Senkrechtstarter", der zuvor nicht im Vorstand war, übernahm er nach einer Bedenkzeit das Amt, das er zunächst nur für eine Wahlperiode ausüben wollte. Daraus sind 16 Jahre geworden, eine Zeit, die er nicht missen möchte. Bauer berichtete von einer herzlichen Offenheit sowie von Zutrauen und Vertrauen.

Diese Vorstandsjahre gehen jetzt zu Ende, er gibt den Führungsstab weiter. Trotz einer rückläufigen Mitgliederzahl, die sich von den Anfängen mit 770 auf aktuell 595 verringert hat, ist der Krankenpflegeverein gut und solide aufgestellt. Allerdings müsse man sich die Frage stellen, in welchem Umfang künftig Aufgaben unterstützt werden können und welche Prioritäten in Zukunft gesetzt werden müssen, so Bauer.

Sein Dank galt Bürgermeister Dieter Bischoff und dem Geschäftsführer der Sozialstation, Reinhold Möhrle. Dank für die Unterstützung und die Zurverfügungstellung der Räume sprach er auch den beiden Pfarrern Frank Ritthaler und Anton Romer aus. Wobei er betonte, dass der Krankenpflegeverein konfessionsübergreifend arbeitet.

Mitgliederrückgang wirkt sich auf Finanzen aus

Nach dem Kassenbericht von Corinna Ludwig ergriff Bürgermeister Dieter Bischoff das Wort und ging auf die rückläufigen Mitgliederzahlen ein, die auch fehlende Beiträge nach sich gezogen haben. "Der Krankenpflegeverein braucht neue Mitglieder", so der Verwaltungschef. Trotz stabiler Rücklagen dürfe man sich darauf nicht ausruhen, sondern müsse einen weiteren Ausbau anstreben.

Bischoff nannte es einen Glücksfall, dass Günter Bauer, der vorher mit Kindern und Jugendlichen beschäftigt gewesen war, den Vereinsvorsitz neben seiner Vermittlerstelle für ältere Menschen in Freudenstadt übernommen hatte. Er dankte Bauer für die angenehme Zusammenarbeit, sein Ohr und seinen Einsatz mit viel Sachverstand auch in weiteren Funktionen, die er umsonst, aber nicht vergebens wahrgenommen habe. Bischoff bedauerte, dass Günter Bauer sein Amt aufgibt und überreichte Blumen.

Bei der offenen Wahl zur Besetzung des Vorsitzendenpostens kandidierte als Einzige Ute Wittlinger, der die Versammlung einstimmig das Vertrauen aussprach. Sie übernimmt ab sofort den Vorsitz des Krankenpflegevereins und betonte in ihrer ersten Rede, dass sie sich gerne mit neuen Ideen einbringen möchte und sich auf das Amt freue.