Oberwolfach

Gründung nach dem Saunagespräch

von Hans-Gottfried Haas

Oberwolfach - Im kleinen Rahmen haben die Oberwolfacher Kaffeetanten ihren 60. Geburtstag gefeiert. Mit geladenen Gästen trafen sie sich am Fasnetssamstag nach dem närrischen Brotbacken im Vereinsraum der Vereinigung im Kellergeschoss der Festhalle.

Die bekannt flinken Hände der – ob ihrer Gastfreundschaft geschätzten – flotten Damen hatten für ein großzügiges Buffet gesorgt. Bei Sekt und Häppchen konnten sich die Vertreter sämtlicher Oberwolfacher Narrengruppen auf den kurzen Festakt einstimmen.

Für die Granden der vorausgegangenen Kaffeetanten-Generation hatten die Verantwortlichen einen Ehrentisch reserviert. Sofie Harter und Frieda Echle von der Grünmühle freuten sich, dass wegen des runden Geburtstags an sie gedacht worden war.

Nicht dabei sein konnte Hedwig Frommherz. Mit besonderen Ehren und einem Blumenstrauß wurde Elli Wachendorfer für ihre über vierzigjährige Präsenz bei den Kaffeetanten bedacht.

In wohlgereimten Versen skizzierte Claudia Holloway die Gründung und die Höhepunkte im Verlauf der 60-jährigen Fasnetshistorie. Sie beleuchtete auch, wie es nach einem Saunagespräch zur Gründung gekommen war – fast genau an der Stelle, an der gefeiert wurde. Immer wieder haben sich junge Damen der Gruppe angeschlossen und sehr oft lange durchgehalten. Ihnen allen galt der Dank Holloways, ebenso wie der Bäckerfamilie Leist für die Spende der beliebten Quarkbällchen, die bei den Umzügen verteilt werden.

Bürgermeister Matthias Bauernfeind lobte die Ausdauer und die Gemeinschaft der Kaffeetanten. Zusammengefasst wurden die guten Wünsche aller von Narrenmutter Martina I., an deren Seite auch Ehren-Narrenvater Anton Unger und der langjähriger Narrenvize, Hans Haas, ihre Glückwünsche und ein Präsent überbrachten.

TKO-Vorsitzender Markus Schätzle geizte nicht mit feinsinnig formulierten Komplimenten für die flotten Damen. Ganz besonders lobte er ihre Hilfsbereitschaft und ihr belebendes Element, das sie mit viel Charme in die Oberwolfacher Narrenveranstaltungen einbringen. Genau in diesem Augenblick traf die Narrenkapelle ein. Es passte zum Ereignis, dass sie fein gekleidet in Fräcken unterwegs waren. Die den Kaffeetanten gewidmete Strophe aus dem Oberwolfacher Narrenlied durfte nicht fehlen.

Pfiffige Zeilen hatten auch die Schapbacher Kolleginnen parat. Irma Leist hatte eigens Liedverse gedichtet, die die Aktivitäten der Kaffeetanten trefflich glossierten. Schließlich ergriffen die Narrenmusiker die Initiative und sorgten für Stimmung.

Info: Erinnerungen

Wer sich bei der Feier in eine ruhigere Ecke zurückzog, konnte in Alben blättern, die schöne Erinnerungen wachriefen. Außerdem wurde mit einer TV-Bildershow an "sagenhafte 60 Jahre Oberwolfacher Kaffeetanten" erinnert.