Oberwolfach

Einfallstor für die Nationalpark-Region

von Hans-Gottfried Haas

Oberwolfach - Oberwolfach wird sich an der noch zu gründenden Nationalparkregion Schwarzwald GmbH beteiligen. Der Gemeinderat votierte in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend einstimmig dafür.

Als Diskussionsgrundlage war dem Ratsgremium ein Entwurf des Gesellschaftsvertrags mit Präambel und vielen Detailregelungen vorgelegt worden. Grundsatz darin: Der Lebensraum soll nachhaltig für die zukünftigen Generationen gesichert werden.

Als Ziel wurde dabei unter anderem bezüglich des Tourismus’ vorgegeben, dass wirtschaftlicher Erfolg, ökologische Verträglichkeit und hohe soziale Qualität Hand in Hand gehen. Weiter soll der Tourismus einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region leisten und positive Wechselwirkungen mit Naturschutz, Forstwirtschaft, Handel und Gewerbe entfalten.

Aus den vorgelegten Eckpunkten geht hervor, dass als Gründungsgesellschafter an den Nationalpark angrenzende Städte und Gemeinden, unter anderem Durbach, Achern, Bühl, Freudenstadt, Baiersbronn und Oberwolfach, vorgesehen sind. Der Anteil am errechneten Stammkapital von 53 000 Euro wird für Oberwolfach 1400 Euro betragen. An der Finanzierung des operativen Geschäfts wird der Bereich Wolftal/Ortenau mit elf Prozent beteiligt sein. Zum Start der Nationalparkregion wäre ein Gesamtbudget von 250.000 Euro notwendig. Entsprechend der errechneten Anteile wurden für die Region 27 500 Euro berechnet.

Unter dem Cluster Ortenau/Wolftal sind die Gemeinden Bad Peterstal-Griesbach, Bad Rippoldsau-Schapbach und Oberwolfach mit 55 Teilen zu verstehen. Bezüglich der Mitbestimmung im Aufsichtsrat würde das bedeuten, dass die Gemeinde elf von 104 Stimmen haben wird. Diese, so heißt es, können immer nur gebündelt pro Cluster beziehungsweise Organisation abgegeben werden. Der höchste Stimmenanteil, nämlich 30, wird Baiersbronn mit dem Zweckverband im Tal der Murg zugestanden.

Ziel ist nachhaltige Entwicklung der Region

Am wenigsten wird der Nationalpark selbst mit vier Stimmen einwirken können. Die Aufsichtsratsmitglieder werden für die Dauer von drei Jahren gewählt.

In der Diskussion fragte Gemeinderat Martin Dieterle (Freie Wähler) bezüglich der Personalkosten nach. Erna Armbruster (Freie Wähler) fand, man müsse beitreten, denn vom Zulauf zum Nationalpark dürfte auch der Tourismus im Wolftal profitieren.

In der gleichen Richtung argumentierte auch Martin Rebbe (Freie Wähler) mit der Anmerkung, dass eventuell auch zusätzliche Buslinien eingerichtet werden könnten. Wichtiges Potenzial für den Beitritt sah auch Regina Sum (Freie Wähler). Die Wichtigkeit für den Beitritt Oberwolfachs betronte Gemeinderat Martin Welle (CDU) vor allem deshalb, weil Oberwolfach ein Einfallstor darstelle.

Bezüglich der Beiträge merkte Bürgermeister Matthias Bauernfeind an, dass diese regelmäßig im Abstand von drei Jahren überprüft werden würden.

Insgesamt 28 Gemeinden werden Gründungsgesellschafter und wollen mit der GmbH die Zusammenarbeit intensivieren und am Markt schlagkräftiger auftreten. Das Stammkapital der GmbH beträgt 53 000 Euro.