Oberndorf/Schramberg

Ist eine Bande auf Beutezug?

von Jasmin Cools

Oberndorf-Hochmössingen/Schramberg-Waldmössingen - Eine regelrechte Einbruchserie hat sich in den vergangenen zwei Tagen im Bereich Oberndorf und Schramberg ereignet. So wurde in der Nacht zum Freitag in sage und schreibe sechs Firmen im Hochmössinger Industriegebiet eingebrochen. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei lag die Tatzeit zwischen 23.15 und 5 Uhr.

Mutmaßlich mehrere Täter verschafften sich Zugang zu den Gebäuden, indem sie jeweils ein Fenster aufhebelten. In den Büros brachen sie Türen auf und durchsuchten alle Räume laut Polizei offenbar ausschließlich nach Bargeld. Deutlich höher als der Betrag der Beute ist der verursachte Sachschaden. Er soll nach Angaben der Ermittler im fünfstelligen Bereich liegen.

Ein doch sehr ähnliches Geschehen hat sich in derselben Nacht zwischen 23 und 2.20 Uhr in Waldmössingen zugetragen. Unbekannte brachen im Industriegebiet in der Hohenkreuzstraße, der Tiergartenstraße und im "Moos" in insgesamt sechs Firmen ein. Dazu hebelten sie ein Fenster auf oder schlugen eine Scheibe ein.

Da sich die Taten in derselben Nacht ereigneten und die Tatorte räumlich nicht weit auseinander liegen, könnte es sich um ein- und dieselbe Tätergruppierung handeln.

Pressesprecherin Nina Furic von der Polizei in Tuttlingen sagte dem Schwarzwälder Boten, dass die Spuren aktuell noch ausgewertet würden. Daher sei es zu früh, von einem Zusammenhang der Taten zu sprechen, wenngleich dieser nicht ausgeschlossen werden könne. Auch die Vorgehensweise beim Einbruch war eine ähnliche.

Die Polizei in Oberndorf und Schramberg sucht weiterhin nach Zeugen, die Hinweise zur Tat oder dem Täter geben können. Auch verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Industriegebiets könnten eine Rolle spielen. In Hochmössingen fanden die Beamten zudem im Bereich Hochsträss einen auffällig in blau und gelb gestrichenen Bollerwagen, der nicht auf das dortige Firmengelände gehörte. Ob der Fund in Zusammenhang mit den Taten steht, ist nicht bekannt. Zeugen sollen sich an die Oberndorfer oder Schramberger Beamten wenden unter Telefon 07423/8 10 10 oder 07422/2 70 10.