Oberndorf a. N.

Umbau zur Total-Tankstelle kann beginnen

von Marcella Danner

Oberndorf - Bis vor Kurzem wurde die Esso-Tankstelle an der ehemaligen B 14 auf den einschlägigen Apps noch geführt. Dabei sind die Zapfsäulen neben dem Autohaus Mutschler bereits abmontiert. Betreiber Thomas Hafner wartet darauf, dass der Umbau zur Total-Tankstelle endlich beginnt.

Vor 18 Jahren hat der heutige Inhaber Thomas Hafner das Autohaus von Hans Mutschler übernommen. Gegründet wurde es von der Familie Mutschler bereits 1937 – damals als "Instandsetzungsbetrieb" für alle Fahrzeuge mit Tankstelle". Zwischenzeitlich war aus der Firma ein VW-Autohaus geworden. Heute firmiert sie als Service-Betrieb – mit Werkstatt und Tankstelle. Tankanlage samt Shop wurden 1998 zum letzen Mal modernisiert.

"Das Erscheinungsbild war einfach nicht mehr zeitgemäß", erklärt Thomas Hafner im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Vertrag mit Esso lief nach 20 Jahren aus. Das Unternehmen Esso sei nicht bereit gewesen, in den Standort an der ehemaligen B14 so zu investieren, wie sich das Thomas Hafner und sein Verpächter vorgestellt hatten. Der Umsatz sei wohl zu gering gewesen, meint Hafner. Die einstige Bundesstraße ist schon seit langem nicht mehr so viel befahren wie früher.

Also wurden Verhandlungen mit dem Mineralölunternehmen Total geführt – erfolgreich. Eine neue Tankanlage inklusive Schnellzapfsäule für Lastwagen und ein moderner Shop sollen nun beim Autohaus Mutschler entstehen. In den Boden werden größere Tanks eingelassen, damit die Tanklastzüge beim Befüllen später nicht mehr jeden Tag eine halbe Stunde lang den Betrieb lahmlegen müssen.

Anfang Oktober hätte es losgehen sollen. Thomas Hafner hat die Verträge mit Esso fristgerecht ein Jahr vorher gekündigt und wartet nun auf den Umbau. Doch der verzögere sich, räumt Hafner ein. Nun sei schon von Anfang November die Rede. Manchen Autofahrern vermittelt das derzeit brachliegende Gelände gar den Eindruck, dort sei ganz geschlossen.

Im Dezember soll wieder eröffnet werden

Doch Thomas Hafner ist zuversichtlich, dass er Mitte oder Ende Dezember wieder eröffnen kann. Obgleich der Zeitplan ambitioniert sei, gibt er zu. Er hofft nun auf einen spät einsetzenden Winter, sodass die Arbeiten für die Tanks im Boden zügig vonstatten gehen können. Vom Umbau nicht tangiert sind sein Autohaus und die Werkstatt. Ganz im Gegenteil – Hafner ist gerade in das Partnernetzwerk für Fahrzeugsuche "autobund" eingestiegen.

Mit Bauchweh sieht er hingegen den Arbeiten am geplanten Kreisverkehr – der in Oberndorf wegen seiner Nähe zum Autohaus meist nur "Mutschler-Kreisel" genannt wird – entgegen. Denn wenn die Straße deshalb gesperrt wird, muss er wieder Umsatzeinbußen hinnehmen. Das hat er schon währen der Sanierungen der Stützmauern entlang der ehemaligen B 14 erlebt. Das sei dann wohl das berühmte "unternehmerische Risiko", das er zu tragen habe, meint er wenig begeistert.