Oberndorf a. N.

Sie nehmen Geflüchtete an die Hand

von Hans-Dieter Wagner

Mit Karin Elisabeth Schmidtke als Integrationsmanagerin und Tobias Baumgartner als neuem Flüchtlingsbeauftragten gibt es seit Jahresbeginn zwei neue Gesichter im Oberndorfer Rathaus.

Oberndorf. Nachdem die Stelle des Flüchtlingsbeauftragten bereits zweimal besetzt war, wurde das Amt der Integrationsmanagerin neu geschaffen. In Sitzungen des Verwaltungsausschusses und des Oberndorfer Gemeinderats wurde im September des vergangenen Jahres beschlossen, die Stelle eines Integrationsmanagers nicht beim Landkreis zu belassen, sondern sie, wie in den Städten Schramberg und Rottweil, auch bei der Verwaltungsgemeinschaft Oberndorf/Epfendorf/Fluorn-Winzeln anzusiedeln.

Obwohl es sich um unterschiedlich ausgerichtete Stellen handelt, hielten die Verwaltung und der Gemeinderat die Schaffung einer eigenen Stelle für sinnvoll, zumal das Land die Anstellung im Rahmen des Paktes für Integration fördert. Man versprach sich außerdem Synergieeffekte, zumal die Gruppe der zu betreuenden Personen nahezu deckungsgleich sei.

51-Jährige ist in der Flüchtlingshilfe tätig

30 Frauen und Männer hatten sich auf die Stelle, die zunächst auf zwei Jahre befristet ist, beworben von denen Karin Elisabeth Schmidtke ausgewählt wurde. Die 51-jährige Schenkenzellerin ist schon einiger Zeit in der Flüchtlingsarbeit tätig. Sie hat an vielen Schulungen in Flüchtlingsfragen teilgenommen und bereits Veranstaltungen organisiert.

Zu ihren Aufgaben werden die soziale Begleitung durch Einzelfallhilfe zu Fragen des alltäglichen Lebens und Perspektiven sowie die Information über Integrations- und Beratungsangebote gehören. Außerdem die Erstellung, Auswertung, Überprüfung und Fortschreibung von individuellen Integrationsplänen sowie die Vernetzung und der Informationsaustausch der Integrationsarbeit mit verschiedenen Stellen und ehrenamtlich Tätigen.

Tobias Baumgartner wurde aus einer Liste von 30 Bewerbern ausgewählt. Er wird unter anderem als zentrale Anlauf-, Beratungs- und Koordinationsstelle für alle Flüchtlingsangelegenheiten zur Verfügung stehen.

Diplomtheologe mit pädagogischer Ausbildung

Ansonsten nimmt er dieselben Aufgaben wahr wie seine Vorgänger und wird auch mit den im Flüchtlingsbereich tätigen Einrichtungen kooperieren sowie Sonderaufgaben im Bereich Integration und Flüchtlinge übernehmen. Der 31-jährige Rottweiler ist Diplomtheologe, hat eine pädagogische Ausbildung und war ebenfalls bereits in der Flüchtlingshilfe tätig.

Bürgermeister Hermann Acker gab bei der Vorstellung der beiden neuen Mitarbeiter im Rathaus seiner Freude darüber Ausdruck, dass diese beiden Stellen mit kompetenten Personen besetzt werden konnten.