Oberndorf a. N.

Feuerwehrauto-Korso zum 65. Geburtstag

von Hans-Dieter Wagner

Zig Feuerwehrautos auf der Straße sorgten am Mittwochabend für Aufsehen in Oberndorf: Zum 65. Geburtstag von Stadtbrandmeister Dieter Flügge gab es einen großen Bahnhof.

Oberndorf. Punkt 19 Uhr standen – von der Polizei eskortiert – 22 Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht vor Flügges Haus in der Wasserfallstraße. Die Besatzungen aus allen Ortsteilen holten ihren langjährigen Kommandanten und Stadtbrandmeister in dessen Haus ab, um ihn ins Feuerwehrhaus zu bringen und ihm an seiner Wirkungsstätte die besten Glückwünsche auszusprechen. Dies tat auf halber Strecke bereits die Rettungsleitstelle, die dem Jubilar gratulierte und sich bei ihm für die gute Zusammenarbeit mit der Leitstelle, dem DRK, der Polizei und allen anderen Hilfsorganisationen bedankte.

Vor dem Feuerwehrhaus in der Austraße erwartete Flügge bereits die nächste Überraschung. Nahezu 100 Feuerwehrfrauen und -männer, die Jugendfeuerwehr sowie die Kommandanten und Vertreter der umliegenden Wehren warteten dort auf einen Mann, der die Oberndorfer Feuerwehr geprägt hat, wie kaum ein anderer.

Der Sulzer Stadtkommandant Eugen Heizmann hatte seinen Spielmannszug mitgebracht, und so wurde Flügge mit einem unerwarteten Geburtstagsständchen begrüßt. Die Sulzer Musiker hatten neben den traditionellen Kompositionen natürlich auch "Happy Birthday" drauf und leiteten damit einen Gratulationsmarathon ein. Die Überraschung der Feuerwehrkameraden war gelungen und Dieter Flügge blieb nur noch ein "I bee von de Sogga". Bei einem Sektempfang mit Imbiss wurde das Geburtstagskind gefeiert und im Laufe des Abends stellten sich neben Bürgermeister Hermann Acker noch weitere Gratulanten ein.

Die zahlreichen Gäste gratulierten mit einem lachenden, aber wohl mehr mit einem weinenden Auge. Dieter Flügge wird aufgrund seines Alters aus dem Feuerwehrdienst ausscheiden und sicher eine große Lücke hinterlassen, war die einhellige Meinung. Allerdings habe er seinem Nachfolger Manuel Suhr ein gut bestelltes Haus hinterlassen, und so werden sich die Bürger auch in Zukunft auf ihre Feuerwehr verlassen können. Der Geburtstagsfeier wird noch eine offizielle Verabschiedung folgen.