Oberndorf a. N.

Borkenkäfer: befallene Bäume besser erkennen

von (sb)

Oberndorf-Hochmössingen - Revierförster Simon Köninger und Forst-Praktikant Palatz haben dem Hochmössinger Ortschaftsrat erläutert, wie es um den Wald auf der Gemarkung und gesamtstädtisch steht. Intensiv wurde der Befall des Waldes durch den Borkenkäfer besprochen und dass fast nur Käferholz eingeschlagen wurde. Im Thomasbühl drohe sogar ein Kahlhieb. Viele Waldbesitzer kämen ihrer Prüfungspflicht nicht nach und würden kranke Bäume stehen lassen.

Palatz bot an, ein Informationsblatt zum Borkenkäfer zu erarbeiten, womit Privatwaldbesitzer befallene Bäume besser erkennen können. Ein Preisverfall beim Holzverkauf sei dem Sturmholz in Deutschland und den Nachbarländern geschuldet. Köninger empfahl, nur Käferholz einzuschlagen, alles andere sei derzeit wirtschaftlich nicht sinnvoll. Darauf richte sich auch die Planung für 2019 und 2020 aus, weil man noch nicht abschätzen könne, wie viel Käferholz noch kommen wird.

Zum Ende seiner Ausführungen ging Förster Köninger noch auf das Kartellverfahren zur Holzvermarktung ein und auf Fragen der Ortschaftsräte und Bürger. In der Fragestunde monierte eine Bürgerin, dass die Straßenbeleuchtung an Silvester nicht durchgehend eingeschalten war. Hartmann erläuterte die Bevölkerungszahlen mit aktuell 1298 Einwohnern – das seien 15 mehr als im Jahr 2017. Elf Geburten habe es im Jahr 2018 gegeben.

Die Kriegsgräbersammlung in Hochmössingen führte die Jugendfeuerwehr durch. Die Straßensammlung habe 973 Euro ergeben, dies ist der höchste Betrag im gesamten Stadtgebiet. Insgesamt seien 3600 Euro zusammengekommen, was sehr erfreulich sei. In dem Zuge brachte Ortschaftsrat Weisser nochmal die Dringlichkeit der Restaurierung des Hochmössinger Kriegerdenkmals vor.

Streudienst angesprochen

Neben den vielen Anfragen der Ortschaftsräte kam auch der Räum- und Streudienst der Bürger zur Sprache. An einigen Grundstücken Hochmössingens sind die Gehwege nicht geräumt, in der Ignaz-Rohr-Straße wurde sogar ein großer Schneeberg auf dem Gehweg angehäuft, sodass die Fußgänger auf die Straße ausweichen mussten. Die Streupflicht-Satzung der Stadt Oberndorf sei zu beachten, betonten die Räte.