Neuweiler

Unwetter halten Rettungskräfte auf Trab

von Steffi Stocker

Neuweiler - Mehr als 40 Liter Regen pro Quadratmeter binnen kürzester Zeit überforderten am Samstag das Kanalnetz von Neuweiler sowie die sonst idyllische Teinach. In der Ortsmitte von Neuweiler bildete sich ein See. Geröll von den Feldern machte Straßen unpassierbar.

"Eine Gewitterzelle, die am Samstag in der Umgebung von Neuweiler wütete, sorgte für Überschwemmungen und vollgelaufene Keller im Hauptort", fasste Ewald Kübler, Pressesprecher der Feuerwehr Neuweiler, zusammen.

Demnach suchte sich das Regenwasser, von allen Seiten aus den Feldern kommend, den Weg durch den Ort talabwärts in die Teinach. Aufgrund der Menge konnten die Ablaufmöglichkeiten das Wasser nicht mehr aufnehmen. "Außerdem verstopften mitgeführtes Geröll sowie ausgespülte Erde die Einläufe", erläuterte Kübler. Davon betroffen war auch die Kreisstraße 4370 in Richtung Gaugenwald, die durch Wasser und Geröll, das aus den Feldern oberhalb des Aichhalder Weges kam, überflutet wurde.

50 Liter pro Quadratmeter

Insgesamt 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr sorgten zunächst vorrangig für eine Durchlässigkeit in den Kanälen, sodass das Wasser bei nachlassenden Regenfällen wieder abfloss.

"Allerdings mussten dann insgesamt acht Keller gereinigt werden", stellte Kübler fest. "Einige Hausbesitzer nahmen die Hilfe der Feuerwehr erst gar nicht in Anspruch und säuberten ihre betroffenen Räume selbst", berichtete der Pressesprecher von weiteren Betroffenen.

Besen und Schaufeln zur Beseitigung von Schäden setzten zwei Tage zuvor die Feuerwehrabteilungen Gaugenwald und Zwerenberg ein. Heftige Regenfälle mit mehr als 50 Litern pro Quadratmeter haben am Donnerstag in Zwerenberg und Gaugenwald zahlreiche Straßen unter Wasser gesetzt. In Gaugenwald wurde ein Friseurstudio überschwemmt und in Zwerenberg drang das Regenwasser bei der Firma Veyhl ein. "Außerdem wurde die Kreisstraße 4371 beim Wildgehege in Gaugenwald sowie in der Ortsmitte die Zwerenberger Straße beim Brunnen überflutet", erzählte Kübler vom Einsatz seiner 27 Kameraden aus den betroffenen Abteilungen am frühen Abend.